Gastankflaschen – Wichtige Infos im Überblick

Das Wohnmobil ist beladen, alle Klamotten sind eingeräumt, die Lebensmittel verstaut und das Wasser aufgefüllt. Eigentlich kann es losgehen. Aber was ist mit dem Gas? Wie viel ist noch in der Flasche? Soll ich schnell noch eine neue holen und die alte mit 1, 2 Kilogramm Inhalt zurückgeben? Oder eine weitere Flasche dazunehmen? Und wenn ich erst mal so losfahre? In Deutschland kann ich die Gasflasche in der Regel irgendwo in der Nähe tauschen. Aber im Ausland?

Wie schön wäre es doch, wenn man das Gas einfach unterwegs nachtanken könnte. Auch im Ausland.

Mit einer fest eingebauten Gastankflasche ist das kein Problem und der Gang zum Baumarkt ist Geschichte. Sie können künftig einfach an die nächste LPG-Gastankstelle fahren und Ihre Flasche(n) wieder auffüllen. Und der Clou: Sie können sogar Geld sparen, wenn Sie darauf achten, wo das Gas gerade besonders günstig ist, denn Sie müssen nicht mehr warten, bis Ihre Flaschen leer sind.

Aktueller Hinweis (Stand August 2026)

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen erstmals ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ bei der Gasprüfung berücksichtigt.

Dadurch wurden insbesondere die Themen Zulässigkeit von Gastankflaschen in Wohnmobilen und Wohnwagen, Versiegelung, Kennzeichnungen, Lage des Betankungsanschlusses sowie prüfpflichtige Änderungen konkretisiert.

Wir verkaufen und verbauen unsere Gastankflaschen entsprechend den aktuellen Hersteller- und Prüfvorgaben.

Ausführliche Informationen zur gesetzlichen Gasprüfungspflicht nach § 60 StVZO, zur G 607 sowie zu den Auswirkungen auf Gastankflaschen finden Sie in unserem Beitrag:

Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen: Pflicht, G 607, prüfpflichtige Änderungen und Gastankflaschen

Hier können Sie Ihre Gastankflasche kaufen, den Einbau anfragen oder sich unverbindlich beraten lassen.

Die wichtigsten Informationen rund um die Gastankflasche

In diesem Video geben wir einen Überblick über Funktionsweise, Vorteile, Einbau, Kosten und typische Einsatzbereiche von Gastankflaschen:

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Was ist eine Gastankflasche?

Eine Gastankflasche ist eine spezielle Gasflasche, die fest im Gaskasten eingebaut wird und die Sie an der Tankstelle selbst füllen können.

Die offizielle Bezeichnung in der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 lautet „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags verwenden wir überwiegend die gebräuchlichen Begriffe Gastankflasche oder Tankflasche.

Sie ist mit einem Multiventil ausgestattet. In ihrem Innern sitzt ein Schwimmerschalter, der mit einem 80-Prozent-Füllstopp verbunden ist.

Großaufnahme vom Kopf der Gastankflasche, mit den verschiedenen Anschlüssen, Gasabsperrhahn und Füllstandsanzeige
Das Multiventil mit genauer Gasfüllstandsanzeige ist in die Gastankflasche integriert.

Wofür hat die Tankflasche diesen Füllstopp? Das Gas wird unter hohem Druck flüssig. Wenn Sie LPG-Gas tanken, ist dieses flüssig. So passt mehr nutzbare Energie in die Flasche. Für die Geräte im Fahrzeug (z. B. Heizung, Kühlschrank, Kochfeld) wird jedoch die sogenannte „gasförmige Phase“ genutzt. Diese „schwimmt“ oberhalb des flüssigen Gases. Da sich das flüssige Gas bei unterschiedlichen Temperaturen ausdehnt, ist der 80-Prozent-Füllstopp als Sicherheitsvolumen vorgeschrieben. Sobald die Flasche zu 80 Prozent gefüllt ist, riegelt der Füllstopp automatisch ab und verhindert ein Überfüllen der Tankflasche. Daher muss die Tankflasche in Ihrem Wohnmobil auch fest eingebaut werden. Wäre sie entnehmbar, könnte man sie beim Betanken kippen und der Füllstopp würde nicht mehr rechtzeitig abschalten.

Für die Befüllung wird ein Betankungsschlauch mit einer Außenbetankung eingebaut. Hier schließen Sie später beim Tanken den Tankadapter an. Weitere Informationen finden Sie unter Wie erfolgt der Einbau einer Gastankflasche?

Andreas Irmer kniet neben dem offenen Gaskasten des Wohnmobils und schrauft den Anschluss für die Außenbetankung an. Im Gaskasten befinden sich eine befestigte Gastankflasche und ein Gasregler.
Andreas Irmer bringt den Außenbetankungsanschluss in der Fahrzeugschürze an.

Wie wird der Füllstand gemessen und angezeigt?

1. Mechanische Messung über Schwimmerschalter

Bei der 6-kg-Gaslow-Tankflasche, sowie der 11-kg- und 14-kg-Alugas-Tankflasche erfolgt die Füllstandsmessung über einen Schwimmerschalter. Dieser ist mit einer recht genauen Füllstandsanzeige verbunden. Die Anzeige kann sowohl von oben, als auch von der Seite abgelesen werden.

Die “Reichweite des Schwimmerschalters ist durch den Durchmesser der Flasche beschränkt.

Der 80-%-Füllstopp liegt oberhalb dieser Reichweite. Es wird also noch Gas eingefüllt, wenn die Anzeige bereits am Anschlag ist. Das führt dazu, dass die mechanische Messung (der Schwimmerschalter bewegt sich mit abnehmendem Gasfüllstands abwärts) erst beginnt, wenn bereits Gas verbraucht wurde.

Die 14-kg-Alugas-Tankflasche ist im Durchmesser genau so groß wie die 11-kg-Flasche. Die 14-kg-Flasche ist nur höher. Daher dauert es bei der 14-kg-Flasche deutlich länger, bis sich die Anzeige bewegt.

In dem Bereich, in dem der Schwimmerschalter sich bewegt, ist die Messung sehr genau. Es ist nur wichtig zu wissen, dass die Messung erst beginnt, wenn schon Gas verbraucht wurde und früher endet (wenn noch Restgas im Behälter ist).

Dadurch, dass die 6-kg-Gaslow-Tankflasche am niedrigsten ist, ist die Anzeige am genauesten.

Gaslow Tankflasche vor Absetzkabine - Ausschnittfoto

Bei den 11-kg-Alugas-Tankflaschen dauert es etwas, bis sich die Anzeige bewegt.

Bei den 14-kg-Alugas-Tankflaschen dauert es noch länger, bis sich die Anzeige bewegt.

Bei allen Tankflaschen ist der Schwimmerschalter schon am unteren Anschlag, wenn noch Gas in der Flasche ist.

Die Anzeige zeigt also bereits leer an, wenn noch etwas Restgas in der Flasche ist.

2. Elektronische Füllstandsanzeige mit Widerstandsmessung (Kapazitives Messverfahren)

Seit Ende 2023 gibt es eine neue Gastankflasche von Firma Alugas. Bei der 11-kg-Alugas-Tankflasche mit elektronischer Anzeige erfolgt eine Widerstandsmessung.

In der Tankflasche führt ein Rohr über die gesamte Flaschenlänge bis fast zum Boden. In dem Rohr wird der Füll-Widerstand gemessen. Die Messung erfolgt hier also extrem genau.

Lediglich der Bereich unterhalb des Rohres kann nicht gemessen werden.

Die Anzeige des Füllstands erfolgt über ein Display. Das Anzeigendisplay wird im Gaskasten verbaut. Es verfügt auch über die entsprechende Zulassung zur Verwendung im Gaskasten.

Diese Tankflasche mit elektronischer Messung bieten wir (bisher nur in der 11-kg-Flaschengröße) zusätzlich zu der bisherigen Variante an.

Gibt es auch eine externe Gasfüllstandsanzeige für Tankflaschen?

Wenn Sie es noch bequemer haben möchten, ist eine Fernanzeige auf Ihr Smartphone über ein Bluetoothmodul möglich. Eine Einbindung in die Cerbo von Victron oder in das CIS-System von Comworks ist ebenfalls möglich.

Dimes Fernanzeige für Gastankflaschen im Gaskasten

Die DIMES-Fernanzeige gibt es einmal für Gastankflaschen mit mechanischer Messung und einmal für Gastankflaschen mit elektronischer Anzeige.

Diese können Sie einfach selbst nachrüsten oder wir übernehmen das in unserer Werkstatt für Sie.

Eine verkabelte Fernanzeige für die Anzeige im Fahrzeug bieten wir nicht mehr an. Zum einen ist der Einbau durch die Verkabelung deutlich aufwändiger. Zum anderen war die Funktionalität zuletzt nicht mehr zufriedenstellend.

Kann ich ein Füllstoppventil auch an einer “normalen” Gasflasche einbauen lassen?

Nein, das funktioniert leider nicht. Der Flansch einer herkömmlichen Gasflasche muss nur das Entnahmeventil aufnehmen. Er ist daher kleiner als der einer Tankflasche, an der nicht nur Entnahme- und Befüllventil, sondern auch der Schwimmerschalter für den 80%-Füllstopp sowie die Füllstandsanzeige in die Flasche eingeführt werden müssen.

Was ist der Unterschied von LPG-Gas und dem Gas in den Tausch-/Wechselflaschen?

Es gibt keinen Unterschied. Sowohl in Tankflaschen als auch in Tauschflaschen befindet sich immer eine Mischung aus Propan- und Butangas. Bei uns in Deutschland gibt es sogenanntes Sommer- und Wintergas. Im Sommer ist der Butan-Anteil (60 %) höher als im Winter (40 %). Auch in südlichen Ländern ist der Butananteil in der Regel höher als der Propananteil.

Einige LPG-Tankstellen bieten darüber hinaus reines oder nahezu reines Propangas an, beispielsweise Mischungen mit 95 % Propan und 5 % Butan oder sogar 100 % Propan. Dies kann insbesondere für Reisen in kalte Regionen oder für Wintercamper interessant sein, da Propan auch bei sehr niedrigen Temperaturen noch zuverlässig verdampft.

LPG-Gas ist auch nicht „schmutziger“ oder „reiner“ als das Gas in den Tauschflaschen. In den vergangenen Jahren konnten wir allerdings feststellen, dass die Gasqualität insgesamt nachlässt. Das Gas ist immer mehr mit Verunreinigungen, z. B. durch Paraffine versetzt ganz unabhängig davon, ob es in Tauschflaschen gefüllt oder getankt wird.

Wenn Sie hierzu mehr erfahren möchten, schauen Sie sich unser Youtube-Video an.

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Aufgrund der nachlassenden Gasqualität empfehlen wir immer auch Gasfilter, also Entnahmefilter, einzubauen, um den Gasregler und die Geräte im Fahrzeug zu schützen. Wer einmal eine Heizung oder einen Kühlschrank auseinanderbauen musste, weiß wie zeit- und kostenintensiv das ist.

Was bedeutet Butan- und Propangas?

Beides sind Flüssiggase. Propangas hat einen leicht höheren Brennwert und verdampft auch noch bei sehr tiefen Temperaturen (bis – 40°C), während Butangas bereits ab ca. +4°C nicht mehr verdampft. Wenn sich also ein hoher Butananteil in der Gasflasche befindet, kann es im Winter passieren, dass das Gas flüssig bleibt und nicht verdampft. Sobald es wieder wärmer wird, funktioniert alles wieder wie gewohnt. Unser Tipp: Wenn Sie nach dem Sommerurlaub in Südspanien als nächstes in den Skiurlaub fahren, tanken Sie Ihre Tankflasche nicht in Spanien wieder voll, sondern entweder erst vor dem Winterurlaub oder an einer Tankstelle, die ganzjährig einen hohen Propananteil anbietet.

Für wen eignet sich eine Gastankflasche?

Gastankflaschen sind eine gute Alternative zu den üblichen „Tauschflaschen“ oder zum Gastank. Sie können in den vorhandenen Gaskasten nachgerüstet werden und benötigen so keinen extra Stauraum. Vor allem wenn Sie häufig oder länger ins Ausland reisen, ist diese Lösung spannend, da die deutschen Flaschen dort nicht getauscht und nur sehr selten legal befüllt werden.

Der Einbau ist neben Reisemobilen auch bei den meisten Wohnwagen möglich. Ob das für Sie sinnvoll ist, gilt es abzuwägen. Naturgemäß stehen die meisten Wohnwagen meist länger an einem Platz, so dass es für Wohnwagenbesitzer eher umständlich ist, zum Gastanken das Vorzelt abzubauen, alles „fahrsicher“ zu machen und den Wohnwagen zum Gas tanken zur Tankstelle zu ziehen als für Reisemobilisten, die ohnehin alle paar Tage weiterfahren. Wer ganzjährig mit seinem Wohnwagen unterwegs ist, z. B. als Schausteller oder auf Messen und immer wieder an Gastankstellen vorbeikommt, für den kann der Einbau von einer oder zwei Gastankflaschen auch im Wohnwagen durchaus interessant sein.

Gastankflasche Wohnmobil
Andreas Irmer erklärt dem frisch gebackenen Besitzer die Handhabung seiner neuen Gastankflasche.

Besonders sinnvoll ist eine Gastankflasche für Menschen, die häufig unterwegs sind und keine Zeit mehr mit dem Tausch leerer Gasflaschen verbringen möchten. Statt auf die nächste Tauschmöglichkeit angewiesen zu sein, kann die Gastankflasche unterwegs einfach an einer LPG-Tankstelle wieder befüllt werden.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei Fahrzeugen mit schlecht zugänglichem Gaskasten. Oft befindet sich die regelmäßig zu wechselnde Flasche an einer schwer erreichbaren Stelle oder es müssen zuerst andere Flaschen und Gegenstände entfernt werden.

Auch für Menschen mit Rückenproblemen oder körperlichen Einschränkungen kann eine Gastankflasche eine deutliche Erleichterung sein. Das Herausheben, Tragen und Wiedereinsetzen einer gefüllten 11-kg-Gasflasche ist für viele Menschen mühsam und mit zunehmendem Alter oft nur noch schwer möglich. Mit einer fest eingebauten Gastankflasche entfällt dieser regelmäßige Flaschenwechsel.

Je nach Reiseverhalten kann auch eine Kombination aus Gastankflasche und Tauschflasche sinnvoll sein. Viele Kunden entscheiden sich beispielsweise für eine Gastankflasche als Hauptversorgung und behalten zusätzlich eine herkömmliche Gasflasche als Reserve. Das kann vor allem beim Wintercamping oder bei Reisen in Regionen mit einer geringeren LPG-Infrastruktur sinnvoll sein.

Gastankflasche statt Flaschentausch

Wenn Sie ganzjährig unterwegs sind, die Heizung über Gas läuft und Sie es gerne gemütlich warm haben, dauert es ca. 2 bis 3 Tage bis eine 11-kg-Flasche leer ist. Somit müssen Sie spätestens alle 6 Tage ein Geschäft suchen, wo Sie Ihre beiden Flaschen tauschen können (und hier taucht wieder das Problem auf: Sind beide Flaschen wirklich leer, frieren Sie bis zum Tausch. Wenn nicht, verschenken Sie Gas bei der Rückgabe der Flaschen).

Haben Sie eine oder mehrere Gastankflaschen, füllen Sie diese ganz einfach auf dem Weg zum nächsten Stell- oder Campingplatz an einer LPG-Gastankstelle wieder auf.

Wer auch bei niedrigen Temperaturen unterwegs ist, kann gezielt Tankstellen anfahren, die reines oder nahezu reines Propangas anbieten. Dies ist insbesondere für Wintercamper interessant, da Propan auch bei sehr niedrigen Temperaturen zuverlässig verdampft.

Wenn Sie zum Wintercamping lieber längere Zeit auf einem Platz stehen bleiben, können Sie auch nur eine Gastankflasche einbauen und eine Flasche zum Wechseln lassen. Alternativ können wir Ihnen auch eine Gaseinspeisesteckdose einbauen, an der Sie Ihr Fahrzeug direkt auf Ihrem Campingplatz an die Gasleitung anschließen. Dieser Service wird auf einigen Camping- und Stellplätzen angeboten.

Langfristig können Sie auch Geld sparen, da die Gaspreise für LPG-Gas häufig unter den Preisen für Tauschflaschen liegen.

Wie hoch ist das Füllgewicht einer Gas(tank)flasche?

In eine Gasflasche mit 11 kg passen ca. 22 bis 23 Liter Gas.

Gasflaschen haben ein hohes Gewicht. Eine Stahlflasche wiegt leer ca. 12,5 kg. Dazu kommt die Füllung mit 11 kg. Somit sind es mindestens 12,5 kg, die Sie ausbauen und 23,5 kg, die Sie jedes Mal wieder in das Gas-Fach hieven müssen. Manche Gaskästen sind zudem so ungünstig konstruiert, dass man an die hintere Flasche nur sehr schwierig und unter den wildesten Verrenkungen rankommt. Es ist gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Handicap oft schwierig und manchmal sogar unmöglich, diese Flaschen zu tauschen.

Bei einer Gastankflasche mit Außenbetankung sind diese unfreiwilligen Kraft- und Turnübungen nicht mehr notwendig. Sie fahren einfach eine Tankstelle mit LPG-Gas an und tanken Ihre Flasche/n wieder voll, bis der Füllstopp den Tankvorgang automatisch beendet. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Andres Irmer kniet vor dem offenen Gaskasten eines Wohnmobils. Im Gaskasten steht eine Gastankflasche, Andreas hält rechts eine Ratsche und befestigt das Stahlband. Rechts ist ein Teil eines Werkzeugwagens im Bild.
Die Alugas-Tankflasche wird mit Stahlbändern und Sterngriffschrauben eingebaut.

Wenn Sie sich für eine Tankflasche und eine Wechselflasche entscheiden, wird in der Regel die Tankflasche an die schlechter zugängliche Stelle eingebaut, so dass Sie auch hier einen Komfortgewinn haben. Gerade für Wintercamper oder Reisende in Regionen mit wenigen LPG-Tankstellen kann die Kombination aus Gastankflasche und Tauschflasche sinnvoll sein.

Eine Alugas-Tankflasche wiegt leer lediglich 6,6 kg. Im Vergleich zur Stahlflasche sparen sie 5,9 kg Gewicht. Falls Ihr Fahrzeug zu denen gehört, die am Gewichtslimit unterwegs sind, können Sie bei zwei Alugas-Tankflaschen rund 12 kg Zuladung gewinnen.

Wir selbst sind ganzjährig und häufig unterwegs und haben seit 2014 zwei Gastankflaschen eingebaut. Bereits der Komfortgewinn ist für uns unbezahlbar und über die Jahre sparen wir einiges an Geld, da wir zumeist immer dann schnell wieder volltanken, wenn wir grad an einer günstigen LPG-Tankstelle vorbeikommen.

Vor- und Nachteile einer Gastankflasche

Vorteile

  • Kein Schleppen und Verrenken mehr.
  • Komfortable Außenbetankung ohne Flaschenwechsel.
  • Keine zusätzlichen Wege, da Kraftstoff und Gas häufig am selben Standort getankt werden können.
  • Gleichzeitige Befüllung von zwei Tankflaschen
  • Gas tanken, auch wenn Baumärkte oder Gashändler geschlossen haben.
  • Kein Restgas mehr verschenken.
  • „Auftanken“, wenn LPG-Gas gerade günstig ist.
  • Langfristig sparen, da LPG-Gas häufig günstiger ist und kein Restgas in zurückgegebenen Flaschen verbleibt.
  • Genaue Füllstandsanzeige direkt an der Flasche.
  • Fernanzeige über App einfach nachzurüsten
  • Keine Adapteranschlüsse oder speziellen Flaschenanschlüsse für ausländische Gasflaschen erforderlich.
  • Kein Kauf von überteuerten Flaschen im Baumarkt oder im Ausland.
  • Keine Probleme beim Weiterverkauf oder Rücktausch ausländischer Gasflaschen.
  • Kein Pfand für Gasflaschen und keine Probleme beim Rücktausch.
  • Kombination von Tankflasche und Tauschflasche möglich
  • vorhandener Gasregler kann weiter genutzt werden
  • Nutzung des Raums vor der Tür bei innenliegendem Gaskasten, da die Betankung von außen erfolgt.
  • Gewichtsersparnis von bis zu 11,8 kg bei zwei 11-kg-Alugas-Tankflaschen.
  • Bei sehr hohen Gaskästen (mindestens 75 cm Innenhöhe) können sogar 14-kg-Alugas-Tankflaschen eingebaut werden.
  • Das flüssige Gas wird beim Tanken über den in unseren Tankadaptern integrierten Sinterfilter gefiltert. Gleichzeitig können Sie direkt erkennen, ob Verunreinigungen im getankten Gas vorhanden sind.

Nachteile

  • Gastankflaschen müssen nach 10 Jahren zum Hersteller eingeschickt und überprüft werden (genau wie Wechselflaschen auch). Wir bieten Ihnen in Zusammenarbeit mit der Firma Alugas einen Austauschservice „alt gegen neu bzw. regeneriert“. Für ein Angebot benötigen wir ein Foto vom Ventilblock und die Seriennummer.
  • Gastankflaschen sind in der Anschaffung teurer als Wechselflaschen
  • Für die Außenbetankung muss ein Betankungsanschluss in die Fahrzeugwand oder Fahrzeugschürze integriert werden.
  • Nach dem Einbau sind die vorgeschriebene Versiegelung sowie eine Gasprüfung durch einen anerkannten Gassachkundigen erforderlich.
  • Ein fachgerechter Einbau durch einen Fachbetrieb ist empfehlenswert.
  • Bei Wohnwagen müssen Sie immer mit dem gesamten Gespann zum LPG-Gas tanken fahren.
  • Je nach Reiseziel und Verfügbarkeit von LPG-Tankstellen empfiehlt es sich, Tankmöglichkeiten entlang der Reiseroute zu nutzen, den Füllstand im Blick zu halten und rechtzeitig Gas zu tanken.
  • Es gibt einige wenige Fahrzeuge, deren Gaskasten so gebaut ist, dass eine Gastankflasche nicht fachgerecht eingebaut werden kann.
Auch eine Kombination aus Gastankflasche und herkömmlicher Tauschflasche ist möglich – das Beste aus beiden Welten sozusagen!

Wie erfolgt der Einbau einer Gastankflasche?

Tauschflasche raus, Tankflasche rein – ganz so einfach ist es nicht.

Zwar wird die Gastankflasche an der Stelle eingebaut, an der zuvor die Tauschflasche ihren Platz hatte, allerdings sind einige Umbaumaßnahmen erforderlich. Die Befestigung muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und erfolgt entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Herstellers. Je nach Flaschengröße und System können unterschiedliche Halterungen, Stahlbänder und Befestigungslösungen erforderlich sein.

Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch häufig nicht bei der Gastankflasche selbst, sondern bei den individuellen Gegebenheiten des Fahrzeugs. So muss beispielsweise die Außenbetankung fachgerecht in die Fahrzeugwand oder Fahrzeugschürze integriert werden. Je nach Fahrzeugtyp, Wandaufbau und Platzverhältnissen im Gaskasten kann der Aufwand sehr unterschiedlich sein. Bei Kastenwagen muss beispielsweise auf einen fachgerechten Korrosionsschutz der bearbeiteten Stellen geachtet werden. In anderen Fahrzeugen kann es erforderlich sein, den Gaskasten für die Außenbetankung anzupassen oder zu erweitern. Bei sehr weichen Gaskästen kann eine zusätzliche Verstärkung erforderlich sein.

Genau deshalb unterscheiden sich Gastankflaschen-Einbauten teilweise erheblich. Während manche Fahrzeuge in wenigen Stunden umgerüstet werden können, erfordern andere deutlich mehr Aufwand.

Gleichzeitig sehen wir immer wieder Anlagen, bei denen Einbau, Befestigung oder Außenbetankung nicht fachgerecht ausgeführt wurden. Gerade bei Gastankflaschen kommt es jedoch auf die korrekte Umsetzung der Hersteller- und Prüfvorgaben an. Unterschiede, die auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen, können später Auswirkungen auf Sicherheit, Gasprüfung und Zulässigkeit der Anlage haben.

Unser Ziel ist nicht der schnellstmögliche, sondern ein dauerhaft sicherer und fachgerechter Einbau.

Durch unsere Erfahrung aus weit über 1.000 umgerüsteten Fahrzeugen kennen wir viele der typischen Herausforderungen bereits vor dem eigentlichen Einbau. Wenn wir den Gaskasten vorab besichtigen oder gute Fotos erhalten, können wir den Aufwand meist realistisch einschätzen und auch bei ungewöhnlichen Einbausituationen passende Lösungen finden.

Zum Einbau gehören außerdem Sterngriffschrauben zur Befestigung der Stahlbänder sowie eine Schnellkupplung je Gastankflasche. Damit die Gastankflasche nicht einfach zum Betanken entnommen werden kann, wird die Schnellkupplung mit einem Betätigungsschutz versehen und durch einen Gassachkundigen verplombt bzw. versiegelt.

Wenn Sie die Gastankflasche bei uns kaufen oder einbauen lassen, übernehmen wir Verplombung, Versiegelung, die erforderliche Gasprüfung sowie die vollständige Dokumentation selbstverständlich mit.

Für den Einbau einer Gastankflasche benötigen wir in der Regel etwa drei bis vier Stunden. Ist die Einbausituation aufwendiger und müssen beispielsweise der Gaskasten angepasst, die Außenbetankung aufwendig integriert oder zusätzliche Verstärkungen geschaffen werden, kann die Montage entsprechend länger dauern.

Nach dem Einbau sind die vorgeschriebene Versiegelung sowie eine Gasprüfung durch einen anerkannten Gassachkundigen erforderlich.

Maßgeblich sind stets die aktuellen Einbauvorgaben des jeweiligen Herstellers.

Muss ein Loch in die Fahrzeugwand gebohrt werden?

Ja.

Für die Außenbetankung muss ein Betankungsanschluss in die Fahrzeugwand oder Fahrzeugschürze integriert werden.

Die konkrete Ausführung hängt vom jeweiligen Fahrzeug ab. Je nach Fahrzeugtyp, Wandaufbau und Platzverhältnissen kommen unterschiedliche Einbauorte und Befestigungslösungen in Betracht.

Bei Kastenwagen muss beispielsweise zusätzlich auf einen fachgerechten Korrosionsschutz der bearbeiteten Stellen geachtet werden.

Die Außenbetankung hat den Vorteil, dass die Gastankflasche zum Tanken nicht entnommen werden muss. Außerdem ist das Betanken an der Tankstelle deutlich komfortabler, da keine Klappen des Gaskastens geöffnet werden müssen.

Zwei Alugas Tankflaschen in einem offenen Gaskasten von einem grauen Wohnmobil. Winkel mit Betankungsanschluss im Gaskasten, Gasregler DuoControl mit zwei Filtern und Schläuche.

So wie in diesem Fall ist die Betankung nicht mehr erlaubt. Die Betankung muss nach außen verlegt werden.

Gaskasten außen mit 2 Alugastankflaschen mit Außenbetankung

Die Anforderungen an Gastankflaschen wurden mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 konkretisiert. Deshalb sollten bestehende Anlagen hinsichtlich Einbau, Betankung und Dokumentation geprüft werden.

Kosten für den Kauf und Einbau einer Gastankflasche

Die aktuellen Preise für unsere Gastankflaschen finden Sie in unserem Online-Shop.

Als grobe Orientierung können Sie bei einer 11-kg-Alugas-Tankflasche mit mechanischer Füllstandsanzeige inklusive Einbau aktuell mit rund 1.400 Euro rechnen. Bei zwei 11-kg-Alugas-Tankflaschen mit mechanischer Füllstandsanzeige inklusive Einbau liegen die Kosten üblicherweise bei rund 2.400 Euro.

Die tatsächlichen Kosten hängen jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere das Fahrzeug, die Einbausituation, die gewählte Ausstattung, der Aufwand für die Integration der Außenbetankung sowie gegebenenfalls notwendige Anpassungen am Gaskasten.

Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für weiteres Zubehör wie beispielsweise Gasregler, Gasfilter, Gasaußensteckdose oder Gaseinspeisesteckdose.

Die genannten Preise dienen daher lediglich als Orientierung. Nach dem Einbau ist eine Gasprüfung gesetzlich vorgeschrieben. Ob darüber hinaus Kosten für eine Tankeinweisung oder weiteres Zubehör entstehen, hängt von der jeweiligen Einbausituation und Ihren Wünschen ab.

Da sich Fahrzeugaufbauten, Platzverhältnisse im Gaskasten und Kundenwünsche teilweise deutlich unterscheiden, erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles und unverbindliches Angebot. Wenn uns aussagekräftige Fotos Ihres Gaskastens vorliegen, können wir den zu erwartenden Aufwand häufig bereits im Vorfeld realistisch einschätzen.

Wie bekomme ich ein Angebot inklusive Einbau?

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot inklusive Einbau.

Am einfachsten ist es, wenn Sie unser Formular für Gastankflaschen ausfüllen. Für ein möglichst genaues Angebot empfehlen wir Ihnen, uns zusätzlich Fotos Ihres Gaskastens von innen und außen zu schicken. So können wir die Einbausituation bereits im Vorfeld beurteilen und den zu erwartenden Aufwand meist realistisch einschätzen.

Alternativ rufen Sie uns einfach unter +49 8081 604 70-0 an oder schreiben eine E-Mail mit Ihren Wünschen an service@autarker.de.

Wo kann ich die Gastankflaschen kaufen oder bestellen?

Sie können die Gastankflaschen in unserem Campingshop in Dorfen-Esterndorf kaufen. Die Flaschen sind zwar meistens lagernd da, dennoch empfehlen wir Ihnen, dass Sie uns kurz anrufen oder eine E-Mail schreiben, dann prüfen wir, ob die von Ihnen gewünschten Flaschen aktuell da sind.

Alternativ können Sie die Gastankflaschen in unserem Onlinehop bestellen.

Klicken Sie einfach auf das gewünschte Produkt:

Sie sind noch unsicher und möchten sich erst mal beraten lassen?

Kein Problem. Vereinbaren Sie einfach eine unverbindliche Kurzberatung.

Alternativ können Sie uns unter Tel. +49 8081 604 70-0 oder per E-Mail an service@autarker.de kontaktieren.

Die Beratung führen wir wahlweise telefonisch, per Video oder bei uns vor Ort durch.

Eine Terminvereinbarung ist in jedem Fall erforderlich, damit die richtigen Ansprechpartner vor Ort sind und für Sie Zeit haben.

Was ist im Gastankflaschen-Einbauset enthalten?

Unser Gastankflaschenset enthält:

  • die Gastankflasche
  • den Gasflaschenhalter mit Stahlbändern
  • Sternschrauben zur Befestigung der Stahlbänder
  • den Betankungsschlauch
  • die Schnellkupplung
    (wichtig: nach dem Einbau ist die Verplombung durch einen Gassachkundigen vorgeschrieben)
  • die Außenbetankung
  • das Tankadapterset für ganz Europa mit integrierten Filtern
  • die Konformitätserklärung nach 2014/68/EU
  • eine Montage- und Bedienungsanleitung
  • eine Flasche Lecksuchspray
  • ein Mehrsprachenaufkleber zur Betankung / Befüllung in der EU
  • ein Informationsblatt zu den aktuellen Vorgaben für Gastankflaschen
Auf dem Boden liegend/stehend 2 Alugas Tankflaschen, 2 Schutzkrägen, 2 Halterungen, 4 Stahlbänder, zwei Schläuche unterschiedlich lang, 4 Tankadapter, 1 Außenanschluss, mehrere Schrauben, Unterlegscheiben und zwei Innensechskantschlüssel.
Komplettset mit zwei Alugas Tankflaschen bis 2024.
2 Sternschrauben, Schnellkupplung mit Betätigungsschutz

Was beinhaltet der Einbau zusätzlich?

Wenn wir Ihnen die Gastankflaschen einbauen, übernehmen wir die fachgerechte Montage der Gastankflasche einschließlich aller erforderlichen Halterungen, Befestigungen und Anschlussleitungen. Dazu gehören auch die Integration der Außenbetankung in Fahrzeugwand oder Fahrzeugschürze sowie die Arbeiten, die je nach Fahrzeug für eine sichere und dauerhafte Befestigung erforderlich sind.

Je nach Fahrzeugtyp können zusätzliche Anpassungen notwendig werden. Dazu zählen beispielsweise Arbeiten am Gaskasten, Maßnahmen zum Korrosionsschutz bei Kastenwagen oder die Anpassung von Halterungen und Befestigungspunkten an die jeweilige Flaschengröße.

Die Schnellkupplung wird mit dem vorgeschriebenen Betätigungsschutz versehen und anschließend durch einen Gassachkundigen verplombt bzw. versiegelt.

Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen den fachgerechten Einbau schriftlich. Zusätzlich dokumentieren wir die Gastankflasche im gelben Gasprüfheft und führen die gesetzlich vorgeschriebene Gasprüfung durch.

Unser Tipp: Machen Sie die erste Betankung gemeinsam mit uns

Viele Kunden tanken nach dem Einbau ihrer Gastankflasche zum ersten Mal LPG-Gas und haben Fragen zu Tankadaptern, Tankvorgang und Sicherheit. Auf Wunsch führen wir deshalb eine ausführliche Tankeinweisung direkt an der Tankstelle durch. Dabei erklären wir Ihnen die Betankung Schritt für Schritt in der Praxis. So wissen Sie sofort, worauf zu achten ist und können Ihre Gastankflasche künftig sicher und entspannt selbst betanken.

Kann ich die Gastankflasche auch selbst einbauen?

Ja, grundsätzlich können Sie eine Gastankflasche auch selbst einbauen.

Wie unter „Wie erfolgt der Einbau einer Gastankflasche?“ beschrieben, erfordert der fachgerechte Umbau jedoch deutlich mehr als den Austausch einer herkömmlichen Gasflasche. Neben den Herstellervorgaben für Befestigung, Außenbetankung und Schnellkupplung sind auch die Anforderungen an Versiegelung, Dokumentation und Gasprüfung zu beachten.

Insbesondere die fachgerechte Integration der Außenbetankung und die Verlegung des Betankungsschlauchs erfordern je nach Fahrzeugtyp, Wandaufbau und Einbausituation individuelle Lösungen. Ein fachgerechter Einbau sollte deshalb immer die aktuellen Hersteller- und Prüfvorgaben berücksichtigen.

Bitte beachten Sie, dass Sie bei einem Selbsteinbau die Verantwortung für die fachgerechte Ausführung übernehmen. Fehler bei Einbau oder Befestigung können nicht nur die Sicherheit beeinträchtigen, sondern unter Umständen auch Auswirkungen auf Gewährleistungs-, Versicherungs- oder Haftungsfragen haben.

Die Schnellkupplung muss nach dem Einbau mit dem vorgeschriebenen Betätigungsschutz versehen und anschließend durch einen Gassachkundigen verplombt bzw. versiegelt werden. Außerdem ist vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage eine Gasprüfung erforderlich.

Wenn Sie sich unsicher sind, empfehlen wir den Einbau oder zumindest die Überprüfung durch einen Fachbetrieb.

In welche Fahrzeuge können Gastankflaschen eingebaut werden?

Überwiegend bauen wir Gastankflaschen in Wohnmobile ein. Das fängt beim Kastenwagen an und geht über gängige teil- oder vollintegrierte Wohnmobile, Absetzkabinen, Expeditionsmobile und Selbstausbauten bis hin zum Liner. Auch ein Einbau im Wohnwagen ist in vielen Fällen möglich, jedoch nicht immer praktisch.

Im Wohnmobil ist der Komfortgewinn durch eine Gastankflasche meist besonders groß, da das Fahrzeug ohnehin regelmäßig bewegt wird und LPG-Tankstellen bequem unterwegs angefahren werden können. Bei Wohnwagen hängt die Sinnhaftigkeit stärker vom individuellen Reiseverhalten ab. Wer häufig den Standort wechselt oder ganzjährig unterwegs ist, profitiert meist stärker als Camper, die über längere Zeit auf demselben Stell- oder Campingplatz bleiben.

Gaslow Tankflasche vor Absetzkabine - Ausschnittfoto

Voraussetzung ist ein geeigneter, zum Innenraum hin dichter Gaskasten, in den mindestens eine 5-kg- oder 11-kg-Gasflasche passt. Ob eine Gastankflasche eingebaut werden kann und welche Flaschengröße sinnvoll ist, hängt von den Platzverhältnissen, dem Fahrzeugaufbau und der gewünschten Nutzung ab.

Besitzt der Gaskasten eine Innenhöhe von mindestens 75 cm, können häufig sogar 14-kg-Gastankflaschen eingebaut werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob eine Gastankflasche in Ihrem Fahrzeug eingebaut werden kann, senden Sie uns einfach einige Fotos Ihres Gaskastens oder vereinbaren Sie eine unverbindliche Kurzberatung. Oft können wir bereits anhand der Bilder eine erste Einschätzung geben.

Wie muss der Flaschenkasten (Gaskasten) für den Einbau einer Gastankflasche beschaffen sein?

Für jeden Flaschenkasten bzw. Gaskasten gilt:

  • Der Gaskasten muss zum Innenraum hin komplett dicht sein.
  • Er muss Belüftungsschlitze bzw. eine Belüftungsöffnung von mindestens 100 cm2 aufweisen, damit eventuell austretendes Gas nach außen entweichen kann.
  • Die Belüftungsöffnung muss sich im oder unmittelbar über dem Boden befinden, da Flüssiggas schwerer als Luft ist.
  • Der Flaschenkasten muss hoch genug sein, um die Gasflasche(n) aufrecht stehend zu transportieren.

Diese Voraussetzungen müssen auch beim Einbau einer Gastankflasche erfüllt sein.

Zusätzlich sind die jeweiligen Einbauvorgaben des Herstellers zu beachten. Nicht jeder Gaskasten, in den eine herkömmliche Gasflasche passt, eignet sich automatisch auch für den Einbau einer Gastankflasche. Ob der Einbau möglich ist, hängt unter anderem von den Platzverhältnissen, dem Wandaufbau, der geplanten Außenbetankung sowie den Vorgaben des jeweiligen Herstellers ab.

Das Material des Gaskastens spielt für uns grundsätzlich eine untergeordnete Rolle, da wir je nach Fahrzeug unterschiedliche Befestigungslösungen und Kombinationen aus Verschraubung und Verklebung einsetzen können. Glatte Flächen aus Holz, Kunststoff oder Metall lassen sich meist vergleichsweise einfach bearbeiten. Aufwendiger können gerundete Gaskästen, mehrschichtige Wandaufbauten oder Fahrzeuge mit eingeschränkten Platzverhältnissen sein.

Wichtig ist außerdem, dass die Gastankflasche später fachgerecht befestigt, die Außenbetankung sicher integriert und die gesamte Anlage ordnungsgemäß geprüft werden kann. Deshalb beurteilen wir jede Einbausituation individuell.

Möchten Sie eine Gastankflasche von autarker.de einbauen lassen, prüfen wir Ihre Einbausituation gerne bereits im Vorfeld. Oft können wir anhand aussagekräftiger Fotos des Gaskastens eine erste Einschätzung zur Umsetzbarkeit und zum erforderlichen Aufwand geben.

Was ist rechtlich zu beachten?

Gastankflaschen dürfen nicht mit herkömmlichen Gasflaschen verwechselt werden. Es handelt sich um fest eingebaute Druckbehälter zur Selbstbefüllung, für die besondere Anforderungen gelten.

Wichtig ist, dass Gastankflaschen entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Herstellers eingebaut werden. Die Zulassung bezieht sich nicht nur auf die Gastankflasche selbst, sondern auf das gesamte System einschließlich Befestigung, Außenbetankung und Einbau.

Im Rahmen der G 607 – Gasprüfung werden bei Gastankflaschen unter anderem Einbau, Zulässigkeit, Dokumentation und Versiegelung bewertet.

Zu den aktuellen Anforderungen gehören insbesondere:

  • Außenbetankung außerhalb des Gaskastens
  • Schnellkupplung mit Betätigungsschutz
  • Versiegelung durch einen Gassachkundigen
  • Einhaltung der jeweiligen Herstellervorgaben
  • Dokumentation im Rahmen der Gasprüfung

Wichtig ist außerdem, dass nicht jede Gastankflasche automatisch für jede Einbausituation geeignet ist.

Für bereits eingebaute Gastankflaschen empfiehlt es sich, die bestehende Anlage hinsichtlich Einbau, Betankung, Dokumentation und aktueller Vorgaben zu prüfen, gegebenenfalls anzupassen und eine neue Gasprüfung durchführen zu lassen.

Wichtig ist, dass Sie sich an die Herstellervorgaben halten.

Bei Fragen wenden Sie sich an den Hersteller bzw. die zertifizierten Einbaupartner.

Gerne übernehmen wir die Überprüfung, erforderliche Anpassungen und die anschließende Gasprüfung für Sie.

Dichtigkeitsprüfung bei der Gastankflasche mit Lecksuchspray.
Hier wird routinemäßig die Dichtigkeit der Gastankflaschen geprüft.

Firmeninhaber Andreas Irmer ist Gassachkundiger nach G607 und autarker.de ist zertifizierter Einbaupartner von Firma Alugas.

Zertifikat der Firma Alugas vom 14 März 2019 Zertifiziertes Einbauunternehmen: autarker.de

Brauche ich nach dem Einbau eine neue Gasprüfung?

Ja.

Der Einbau einer Gastankflasche stellt eine prüfpflichtige Änderung an der Gasanlage dar.

Seit dem 19.06.2025 ist für Wohnmobile und Wohnwagen mit Flüssiggasanlage eine Gasprüfung nach § 60 StVZO gesetzlich vorgeschrieben. Nach einer prüfpflichtigen Änderung muss die Gasanlage vor der Wiederinbetriebnahme erneut geprüft werden. Dies gilt unabhängig davon, ob die letzte Gasprüfung erst vor kurzer Zeit durchgeführt wurde.

Im Rahmen der Gasprüfung werden unter anderem die Zulässigkeit der Gastankflasche sowie deren ordnungsgemäßer Einbau geprüft. Zudem wird die für Gastankflaschen vorgesehene Versiegelung durch den Gassachkundigen angebracht. Anschließend erfolgt die erforderliche Dokumentation im gelben Gasprüfheft und die Vergabe der Prüfplakette.

Wenn wir die Gastankflasche einbauen, können wir die erforderliche Gasprüfung direkt mit durchführen. So erhalten Sie Einbau, Versiegelung, Gasprüfung und Dokumentation aus einer Hand (siehe “Was beinhaltet der Einbau zusätzlich“).

Wichtig zu wissen: Auch bei einer Beschädigung oder Entfernung der Versiegelung, beispielsweise beim Lösen des Betankungsschlauchs oder beim Aus- und Wiedereinbau der Gastankflasche, ist vor der Wiederinbetriebnahme eine neue Gasprüfung erforderlich.

Ausführliche Informationen zur Gasprüfung, zu prüfpflichtigen Änderungen und zu den aktuellen Vorgaben nach G 607 finden Sie in unserem Beitrag Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen: Pflicht, G 607, prüfpflichtige Änderungen und Gastankflaschen

Muss der Einbau vom TÜV abgenommen werden?

Nein.

Für den ordnungsgemäßen Einbau einer Gastankflasche ist keine Abnahme oder Prüfung im Rahmen der Hauptuntersuchung durch eine Prüforganisation (z. B. TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS) erforderlich. Die Gasprüfung ist ebenfalls keine Voraussetzung für die Hauptuntersuchung.

Die Hauptuntersuchung (HU) und die Gasprüfung sind unterschiedliche Prüfungen mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie in unserem Beitrag Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen: Pflicht, G 607, prüfpflichtige Änderungen und Gastankflaschen.

Welche Gastankflaschen bieten wir an?

Wir bieten zum einen die Tankflaschen mit Multiventil der Firma Alugas an. Diese haben die Kennzeichnung CE-0036 nach der europäischen Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU.

Die Tankflaschen gibt es in den Größen 11 und 14 kg, wobei wir bei den 14-kg-Tankflaschen eine Einbauhöhe im Gaskasten von mindestens 75 cm benötigen. 11-kg-Tankflaschen sind genau so groß wie 11-kg-Tauschflaschen.

Gaslow Tankflasche 6 kg mit 5 kg Stahlflasche im Gaskasten

Des Weiteren bieten wir die Gaslow Stahltankflaschen in der Größe von 6 kg an. Die Gastankflaschen stammen aus Großbritannien und sind inzwischen ebenfalls CE-zertifiziert.

Die 6 kg-Gastankflaschen sind besonders bei Besitzern von kleineren Offroadmobilen und Absetzkabinen beliebt. Sie sind etwas höher als die 5 kg-Flaschen, passen aber in der Regel dort rein, wo eine 5 kg Stahlflasche vorgesehen ist.

In Kabinen, bei denen der Gaskasten “in der Küche” sitzt, können wir meist nur eine Gastankflasche einbauen. Die Tür ist dort meist zu schmal und von oben kommen wir nicht dran.

Ansonsten können wir bei den meisten Fahrzeugen zwei Tankflaschen einbauen. Wenn Sie unsicher sind, schreiben Sie uns einfach eine Mail mit Fotos von Ihrem Gaskasten aus verschiedenen Perspektiven an service@autarker.de oder vereinbaren Sie einen Termin, damit wir uns die Einbausituation gemeinsam ansehen.

In eine 6 kg Gaslow-Flasche können Sie ungefähr 12 l LPG-Gas tanken.

Hinweis zu Tankflaschen mit ECE R67 Kennzeichnung

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen erstmals ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ berücksichtigt. Dabei unterscheidet die G 607 ausdrücklich zwischen Druckbehältern zur Selbstbefüllung und Tanks nach UN-Regelung Nr. 67.

Ein Tank in Flaschenform mit UN-R67-Zulassung gilt nicht automatisch als Druckbehälter zur Selbstbefüllung im Sinne der G 607. Vermeintlich gleich aussehende Behälter können daher unterschiedlich bewertet werden.

Bei der Gasprüfung wird deshalb nicht nur der Einbau geprüft. Entscheidend ist auch, ob der verwendete Behälter für den vorgesehenen Einsatzzweck grundsätzlich zulässig ist.

Wir bieten ausschließlich Gastankflaschen an, die für den Einsatz als Druckbehälter zur Selbstbefüllung vorgesehen sind und mit den erforderlichen Herstellerunterlagen ausgeliefert werden.

Bei uns können Sie zwischen folgenden Varianten mit der benötigten CE-Zulassung wählen:

Welche Gastankflasche ist für wen geeignet?

Stahl vs. Aluminium

Aluminium-Gastankflaschen sind deutlich leichter als vergleichbare Stahlflaschen und daher besonders interessant, wenn das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs bereits weitgehend ausgeschöpft ist oder jedes Kilogramm Zuladung zählt. Dies gilt beispielsweise für Reisemobile mit E‑Bikes, Rollstuhl, umfangreicher Campingausrüstung oder einer ohnehin stark ausgelasteten Heckgarage.

Eine 11-kg-Alugas-Tankflasche wiegt leer nur etwa 6,6 kg. Im Vergleich zu einer herkömmlichen 11-kg-Stahlflasche können dadurch pro Flasche rund 5,9 kg Gewicht eingespart werden.

Die 11-kg- und 14-kg-Alugas-Tankflaschen bieten wir in Aluminium an. Wer wenig Platz im Gaskasten hat oder nur kleinere Flaschen einbauen kann, für den kommen häufig die 6-kg-Gastankflaschen von Gaslow in Betracht. Diese bestehen aus Stahl, verfügen jedoch ebenfalls über die erforderlichen Zulassungen und erfüllen die aktuellen Anforderungen.

Uns sind aktuell keine zugelassenen 5- oder 6-kg-Alu-Gastankflaschen mit CE-Kennzeichnung bekannt.

Für viele Kunden ist Aluminium die komfortablere Lösung. Wer dagegen mit kleineren Flaschen auskommt oder nur begrenzten Platz zur Verfügung hat, findet in den Gaslow-Systemen oft eine passende Alternative.

Eine vs. zwei Tankflaschen

Brauchen Sie relativ wenig Gas, weil Sie zum Beispiel über eine Dieselheizung verfügen, eher kurze Reisen in warme Regionen unternehmen oder das Gas ohnehin nur zum Kochen nutzen, reicht eine 11-kg-Tankflasche in der Regel vollkommen aus.

Je nach Reiseverhalten kann auch die Kombination aus einer Gastankflasche und einer herkömmlichen Tauschflasche sinnvoll sein. Viele Kunden nutzen die Gastankflasche im Alltag und behalten zusätzlich eine Tauschflasche als Reserve.

Fürs Wintercamping oder löngere Aufenthalte auf einem Campingplatz, bietet diese Kombination zusätzliche Flexibilität. So können Sie – falls vorhanden – den Tauschservice am Platz nutzen bzw. müssen nicht ihr komplettes Equipment abbauen, um mit dem ganzen Reisemobil zur Tankstelle zu fahren.

Unser Tipp: Gaseinspeisesteckdose

Eine noch bequemere Lösung ist übrigens eine Gaseinspeisesteckdose. Diese wird direkt an die Gasanlage des Reisemobils angeschlossen. Statt Gas aus der Gastankflasche oder einer Tauschflasche im Gaskasten zu entnehmen, wird das Gas von außen in die Gasanlage eingespeist.

Die Gasversorgung erfolgt dabei beispielsweise über eine große Gasflasche neben dem Fahrzeug oder über eine fest installierte Gasversorgung des Campingplatzes. Das Gas gelangt von dort über die Gaseinspeisesteckdose und den vorhandenen Gasregler zu Heizung, Kühlschrank und Kocher.

Besonders praktisch ist diese Lösung bei längeren Aufenthalten auf einem Campingplatz. Sie müssen Ihr Fahrzeug dann nicht mehr zum Gastanken bewegen und können Gastankflaschen oder Tauschflaschen als Reserve im Fahrzeug belassen.

Sind Sie über mehrere Wochen oder Monate unterwegs (zum Beispiel zum Überwintern im Süden), empfehlen wir in der Regel zwei Tankflaschen. So verfügen Sie über ausreichend Reserven und können günstige Tankmöglichkeiten gezielter nutzen.

Zwei Tankflaschen empfehlen wir ebenfalls, wenn Sie ganzjährig unterwegs sind und nicht länger als sechs Tage an einer Stelle stehen bleiben.

Möchten Sie zwei Tankflaschen, stehen Ihnen je nach Verbrauch und Platzangebot folgende Optionen zur Verfügung:

Unser Tipp: Wir selbst brauchen zumeist eine Flasche komplett auf und halten danach Ausschau nach günstigen LPG-Tankstellen, bzw. recherchieren diese. Sobald wir fündig werden, tanken wir beide Flaschen komplett auf (ähnlich wie man das ja beim Kraftstoff-Tanken auch macht). Das hat sich für uns als sehr effizientes Vorgehen erwiesen, denn erfahrungsgemäß schwanken die Preise teilweise um mehr als 20 Cent pro Liter – es lohnt sich also, zu vergleichen. Wer den Füllstand im Blick behält und bei Gelegenheit nachtankt, bleibt flexibel und vermeidet unnötige Umwege.

Lebensdauer einer Gastankflasche

Die Gastankflasche hat eine Zulassung für 10 Jahre, danach muss eine ‘wiederkehrende Prüfung’ durchgeführt werden.

Was tun, wenn die Gastankflasche 10 Jahre alt ist?

Alugas-Tankflasche ohne Multiventil

Manche Flaschen, die jetzt 10 Jahre alt sind, haben noch kein Multiventil. Hier können wir in Zusammenarbeit mit der Firma Alugas unseren Kunden nach 10 Jahren einen Austausch „alt gegen neu“ anbieten. Sie bekommen also für einen günstigen Preis, eine neue Flasche mit Multiventil.

Alugas-Tankflasche mit Multiventil

Multiventil

Wenn Sie bereits eine Gastankflasche mit Multiventil (siehe Foto) haben, können wir ebenfalls einen Direktaustausch vornehmen. Hierfür halten wir für Sie eine von Alugas regenerierte (also eine gebrauchte Tankflasche mit neuer 10-Jahres-Zulassung) 11-kg- bzw. 14-kg-Tankflasche vor.

So erhalten Sie kostengünstig eine neue, bzw. regenerierte Gastankflasche, die wieder 10 Jahre zugelassen ist und können ohne Wartezeit auf die Rückkehr Ihrer alten Flasche direkt zu neuen Abenteuern aufbrechen.

Ablaufdaten und Verschleißteile beachten

Bitte beachten Sie, dass im Zuge eines solchen Austauschs häufig auch weitere Bauteile das Ende ihrer zulässigen Verwendungsdauer erreicht haben. Insbesondere Gasregler & Hochdruckschläuche lt. Herstellerfrist), Betankungsschläuche oder die Außenbetankung sollten deshalb ebenfalls geprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Wenn wir den Austausch der Gastankflasche durchführen, prüfen wir gleichzeitig Betankungsschläuche und Außenbetankung und tauschen diese bei Bedarf ebenfalls aus.

Für ein Angebot benötigen wir

  • Ihre vollständigen Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer für Rückfragen)
  • die Seriennummer der 10-Jahre-alten Gastankflasche (Diese befindet sich entweder am Fuß der Flasche (unterer Rand) oder von oben auf der Flasche (Flansch). Am besten schicken Sie uns ein Foto der Nummer.)
  • ein Foto vom Ventilblock

Sie können uns die Angaben einfach an service@autarker.de schicken. Gerne erstellen wir Ihnen anschließend ein individuelles Angebot.

LPG-Gas tanken – wie geht das?

An allen LPG-Tankstellen können Sie Ihre Tankflasche einfach wieder auffüllen. Sie brauchen nicht warten, bis die Flasche leer ist.

Gastankflasche Außenbetankung LPG-Tankstelle
Die Gastankflasche kann mit dem entsprechenden Adapter an jeder LPG-Tankstelle im In- und Ausland aufgefüllt werden.

LPG, GPL oder CNG?

Tankflaschen werden mit Autogas betankt. Das heißt zumeist LPG (englisch: Liquefied Petroleum Gas) oder GPL (französisch: Gaz de pétrole liquéfié), bzw. GPL-C (GPL-Carburant), manchmal auch GLP (italienisch: Gas Liuido Propano / spanisch: Gases Licuados del Petróleo).

Achtung: Erdgas, auch CNG (Compressed Natural Gas), ist nicht für den Betrieb von Gasverbrauchern im Fahrzeug geeignet.

Wo gibt es geeignete Gastankstellen?

Tankstellen an denen es LPG- oder GPL- Gas gibt, gibt es in weltweit vielen Ländern. Das Tankstellennetz in Europa ist überwiegend sehr dicht. Es gibt einige wenige Länder, in denen es keine (z. B. Finnland) oder noch nicht so viele (z. B. Österreich) LPG-Gastankstellen gibt.

Listen mit Tankstellen finden Sie zum Beispiel auf den Seiten

Achtung: Für die Verschiffung von Wohnmobilen oder Wohnwagen gelten für Gas(tank)flaschen besondere Vorschriften (z. B. Entleerung mit entsprechendem Zertifikat).

Wir empfehlen Ihnen, sich rechtzeitig bei der Reederei zu informieren. Für Nord- und Südamerika finden Sie Informationen und weiter führende Links auf der Seite von panamericanainfo.com.

Wie tankt man Gas?

Zur Betankung benötigten Sie einen Tankadapter, der auf den Betankungsanschluss geschraubt wird.

Welchen Adapter Sie benötigen ist von der Zapfpistole abhängig.

Betankung der Gastankflasche in anderen Ländern

Bei den von uns angebotenen Gastankflaschen ist bereits das Tankadapterset für ganz Europa enthalten: ACME, Dish, Euronozzle und Bajonett. Der Euronozzle findet übrigens ausschließlich in Spanien Verwendung. Jeder der bei uns erhältlichen Tankadapter ist mit einem Sinterfilter ausgestattet, den Sie selbst leicht reinigen können. Praktisch ist, dass Sie nach jedem Tankvorgang direkt sehen, ob der Adapter von innen verschmutzt ist. Wenn ja, sollten Sie ihn reinigen. Zudem ist es ein sicheres Zeichen auch den Gasentnahmefilter für das gasförmige Gas zu wechseln, wenn diese Befüllung verbraucht ist.

schwarz-weiß Bild mit 4 Tankadaptern, die aufrecht stehen (Fahrzeuganschlussgewinde unten): Disch, ACME, Euronozzle, Bajonett
Das Tankadapterset für ganz Europoa mit Sinter-Filtern.

Unsere Tabelle bietet eine Übersicht welcher Adapter in welchem Land am häufigsten Verwendung findet:

LänderkennungLandAdapter
AÖsterreichDISH
BBelgienACME
BIHBosnien und HerzegowinaDISH
BGBulgarienDISH
CHSchweizDISH
CZTschechienDISH
DDeutschlandACME
DKDänemarkDISH
ESpanienBajonett / Euronozzle
ESTEstlandDISH
FFrankreichDISH
GBEnglandBajonett
GRGriechenlandDISH
HUngarnDISH
HRKroatienDISH
IItalienDISH
IRLIrlandACME
LVLettlandDISH
LTLitauenDISH
LLuxemburgACME
MKMazedonienDISH
NNorwegenBajonett
NLNiederlandeBajonett
PPortugalDISH
PLPolenDISH
RORumänienDISH
SSchwedenDISH
SKSlowakeiDISH
SLOSlowenienDISH
TRTürkeiDISH
UAUkraineDISH

Wie teuer ist eine Tankflaschenfüllung?

Das hängt natürlich von den Preisen an der Tankstelle ab. Die LPG-Preise schwanken regional und zeitlich teilweise deutlich. Aktuell liegen die Preise in Deutschland häufig bei rund 1,10 € pro Liter, können je nach Region, Anbieter und Zeitpunkt aber spürbar abweichen.

In eine Gasflasche mit 11 kg passen ca. 22 Liter Flüssiggas.

Kostet das LPG-Gas beispielsweise 1,10 € pro Liter, liegen die reinen Gaskosten für eine komplette Füllung bei rund 24 €.

In aller Regel ist die Gastankflaschenfüllung günstiger als eine Tauschflaschenfüllung. Aktuelle Gaspreise finden Sie unter anderem auf clever-tanken.de (einfach “LPG” in der Suche einstellen).

autarker.de informiert im Video über Gastankflaschen

In diesem ausführlichen Video informieren wir über Gastankflaschen von Alugas im Wohnmobil, Wohnwagen und Kastenwagen:

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Mehr Informationen

Fazit

Wer nur im Sommer unterwegs ist und nur ein oder zwei Gasflaschen benötigt, ist auch ohne Gastankflasche gut unterwegs.

Gastankflaschen sind dann sinnvoll, wenn man viel unterwegs ist, gerne ins Ausland reist oder schlichtweg „die Nase voll“ vom Flaschentauschen hat. Langfristig kann man Kosten sparen, wenn man einen hohen Gasverbrauch hat. Ansonsten ist es eher eine Frage des (deutlichen) Komfortgewinns.

Warum autarker.de?

Wohnmobil mit offener Garagentür vor Baum, im Hintergrund Berg und blauer Himmel, im Vordergrund Mann der grillt, Gasgrill mit Gasschlauch, Feuerschale mit Feuer, im Hintergrund Tisch und Stühle
Wir sind gerne unabhängig unterwegs – hier in Slowenien. Grillen, heizen, kochen – ohne, dass wir Gasflaschen tauschen müssen. Wir haben zwei Tankflaschen.

Wir selbst nutzen Gastankflaschen bereits seit 2014 in unseren eigenen Fahrzeugen. Seit 2016 bauen wir Gastankflaschen auch gewerblich ein und haben seitdem weit über 1.000 Fahrzeuge umgerüstet. Die Erfahrungen aus dieser Zeit fließen unmittelbar in unsere Beratung, unsere Einbauten und die Weiterentwicklung unserer Lösungen ein.

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Dann füllen Sie einfach das nachfolgende Formular aus und laden Sie möglichst auch Fotos Ihres Gaskastens und der Einbausituation hoch. So können wir den Aufwand meist bereits im Vorfeld realistisch einschätzen und Ihnen ein passendes Angebot erstellen.

So einfach geht’s:

  • Formular ausfüllen.
  • Fotos von Gaskasten und Umgebung hochladen.
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Nach Erhalt des Angebots besprechen wir auf Wunsch die weiteren Schritte und planen gemeinsam den Einbau Ihrer Gastankflasche.

Text und alle Bilder: (c) autarker.de

Aussetzung Gasprüfpflicht

Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen: Pflicht, G 607, prüfpflichtige Änderungen und Gastankflaschen

Stand Juni 2026 (Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607)

Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen: Alle wichtigen Informationen zur gesetzlichen Prüfpflicht nach § 60 StVZO und zu den Änderungen der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gasprüfung ist für die Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen seit 19.06.2025 gesetzliche Pflicht.
  • Nach 24 Monaten muss eine neue Prüfung erfolgen.
  • Nach jeder prüfpflichtigen Änderung muss vor der Wiederinbetriebnahme ebenfalls eine neue Gasprüfung durchgeführt werden.
  • Die Gasprüfung erfolgt nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts G 607
  • Mit der Ausgabe 2026 der G 607 werden Gastankflaschen erstmals ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ berücksichtigt.
  • Die 10-jährige Prüffrist von Bauteilen und Gastankflaschen wird bei der Gasprüfung berücksichtigt.
  • Die Eintragung im gelben Gasprüfheft und die Vergabe von Prüfplaketten erfolgen durch anerkannte Gassachkundige.
  • Eine gültige Gasprüfung ist weiterhin nicht für das Bestehen der Hauptuntersuchung (“TÜV”) erforderlich.

Immer wieder erreichen uns Fragen zur Gasprüfung. Wir geben Ihnen ein Update zum rechtlichen Sachstand.

Aktuelle Rechtslage (Stand Juni 2026)

Am 19.06.2024 wurde der neue § 60 Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht: BGBL. 2024 I Nr. 191 vom 19.06.2024

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
§ 60 Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen

(1) Die Halter von zulassungspflichtigen Fahrzeugen im Sinne des § 3 Absatz 1 Satz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und kennzeichenpflichtigen Fahrzeugen nach § 4 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3 Satz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung haben die Flüssiggasanlagen ihrer Fahrzeuge mit einem Höchstverbrauch von 1,5 kg/h, die nicht zum Antrieb dieser Fahrzeuge dienen, auf ihre Kosten nach Maßgabe der Technischen Regel Arbeitsblatt DVGW G 607 (A) „Flüssiggasanlagen mit einem Höchstverbrauch von 1,5 kg/h in Freizeitfahrzeugen, Mobilheimen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen; Betrieb und Prüfung“ (ISSN 0176-3490, DVGW, Bonn, August 2022) des Vereins „Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.“ Josef-Wirmer-Straße 1–3, 53123 Bonn prüfen zu lassen

1. vor ihrer erstmaligen Inbetriebnahme,

2. vor einer Wiederinbetriebnahme nach prüfpflichtigen Änderungen sowie

3. danach wiederkehrend im Abstand von jeweils 24 Monaten zur vorausgegangenen Prüfung (Wiederholungsprüfung).

Die Frist für die Durchführung einer Wiederholungsprüfung endet mit Ablauf des vierundzwanzigsten Monats. (…)

Im § 72 StVZO ist geregelt, ab wann die Gasprüfungspflicht “scharfgeschaltet” wird:

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
§ 72 Übergangsbestimmungen

(…)

(15) § 60 ist ab dem 19. Juni 2025 anzuwenden.

(16) Bei einem Fahrzeug im Sinne des § 60 Absatz 1 Satz 1, das bis zum Ablauf des 19. Juni 2025 in den Verkehr gebracht worden ist, ist die Flüssiggasanlage

1. für den Fall, dass die Flüssiggasanlage bereits nach Maßgabe der Technischen Regel Arbeitsblatt DVGW G 607 (A) „Flüssiggasanlagen mit einem Höchstverbrauch von 1,5 kg/h in Freizeitfahrzeugen, Mobilheimen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen; Betrieb und Prüfung“ (ISSN 0176-3490, DVGW, Bonn, August 2022) des Vereins „Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.“ Josef-Wirmer-Straße 1–3, 53123 Bonn geprüft worden ist, im Abstand von 24 Monaten zu dieser Prüfung einer ersten Wiederholungsprüfung im Sinne des § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 zu unterziehen,

2. für den Fall, dass die Flüssiggasanlage noch nicht nach Maßgabe der in Nummer 1 bezeichneten Technischen Regel geprüft worden ist, bis zum 19. Juni 2025 einer erstmaligen Prüfung nach Maßgabe der in Nummer 1 bezeichneten Technischen Regel zu unterziehen.

Für eine Prüfung im Sinne des Satzes 2 Nummer 1 oder 2 gilt § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 und Satz 2.

Das bedeutet konkret:

seit dem 19.06.2025 benötigt jedes für den Straßenverkehr zugelassene Wohnmobil, das eine Gasanlage an Bord hat, um damit z. B. den Kühlschrank, den Herd oder die Heizung zu betreiben, eine Gasprüfung. Das gilt ebenfalls für zugelassene Wohnwagen.

Es ist nun auch gesetzlich geregelt, dass die Gasprüfung von Wohnmobilen und Wohnwagen nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts G 607 durchgeführt werden muss.

Im DVGW-Arbeitsblatt G 607 ist konkret festgelegt, Wer prüfen darf, was geprüft wird, wie geprüft wird und wie die Prüfung dokumentiert wird.

Deshalb wird auch häufig von einer G-607-Prüfung gesprochen.

Das Arbeitsblatt ist nicht kostenfrei verfügbar. Wer sich dafür interessiert, kann es z. B. beim wvgw-Shop kaufen: DVGW G 607

Gasprüfung nach § 60 StVZO und G 607 für Wohnmobile und Wohnwagen im Überblick:

Wer darf prüfen?

Nur ein anerkannter Sachkundiger darf die rechtlich verbindliche Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen durchführen. Sachkundige müssen hierfür eine entsprechende Ausbildung absolvieren und ihre Qualifikation regelmäßig aufrechterhalten. Die Anforderungen an Sachkundige wurden mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 überarbeitet.

Sachkundiger bei autarker.de ist Inhaber Andreas Irmer.

Was wird geprüft?

Der Sachkundige überprüft, ob sich die gesamte Gasanlage Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet und sicher betrieben werden kann.

Zum Beispiel wird geprüft,

  • ob die Gasanlage vom Flaschenventil bis zu den Verbrauchern dicht ist
  • ob die einzelnen Verbraucher funktionieren
  • ob die vorgeschriebenen Sicherheitsabschaltungen funktionieren, wenn die Flamme erlischt
  • ob Geräte, Regler und Schläuche zulässig sind,
  • ob vorgeschriebene Austausch- und Prüffristen eingehalten werden.
  • ob die vorgeschriebenen Hinweise angebracht sind.

Prüfpflichtig sind beispielsweise:

  • Gasregler und Gasschläuche
  • Gasrohre und Verschraubungen
  • Gastankflaschen (“Druckbehälter zur Selbstbefüllung”)
  • alle Geräte, die mit Gas betrieben werden, z. B.
    • Gasherd
    • Absorberkühlschrank
    • Gasheizung
    • externer Gasboiler
    • Gasbackofen
    • Gasaußensteckdose für den Anschluss eines Gasgrills
    • Gaseinspeisesteckdose zum Anschluss an eine externe Gasversorgung

Nicht prüfpflichtig sind beispielsweise

Gasfilter, die bereits verbaut sind. – Unabhängig von der Gasprüfung empfehlen wir dringend, Gasfilter regelmäßig zu kontrollieren und die Einsätze entsprechend den Herstellervorgaben zu wechseln.

Wie wird geprüft?

Wesentliche Bestandteile der Prüfung sind die Inaugenscheinnahme der Geräte, Leitungen und Verrohrungen in Ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen sowie eine Druckprüfung, mit der die Dichtheit der Anlage überprüft wird.

Bei Fahrzeugen mit Gastankflaschen werden zusätzlich die für „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ geltenden Anforderungen geprüft. Hierzu gehören unter anderem Zulässigkeit, Einbau, Befestigung, Versiegelung, Kennzeichnungen und Prüffristen.

Sollte eine Undichtigkeit festgestellt werden, muss unter Umständen kleinteilig weiter geprüft werden, welche Verschraubung sich gelöst hat oder welche Leitungen oder Geräte defekt sind.

Hier muss genau und konzentriert gearbeitet werden, um Sicherheitsmängel auszuschließen.

Wie die Prüfung bei uns konkret abläuft lesen Sie im Abschnitt Ablauf der Prüfung bei uns.

Wie wird dokumentiert?

Gelbes Gasprüfheft

Im sogenannten „gelben Gasprüfheft“, das Sie in Ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen immer dabei haben sollten, werden alle an die Gasanlage angeschlossenen Geräte sowie die Ergebnisse der Gasprüfungen dokumentiert.

Wenn Sie noch kein Gasprüfheft haben oder das bisherige Heft vollständig ausgefüllt ist, stellt der Gassachkundige in der Regel ein neues Heft aus.

Plakette

Nach erfolgreicher Prüfung erhält das Fahrzeug eine Prüfplakette. Auf ihr ist der Termin der nächsten regulär fälligen Gasprüfung vermerkt.

Wie oft muss eine Gasprüfung bei meinem Wohnmobil oder Caravan gemacht werden?

Die Gasprüfung für Ihr Campingfahrzeug muss vor der ersten Inbetriebnahme der Gasanlage und danach alle 24 Monate durchgeführt werden.

Der Termin der nächsten regulär fälligen Gasprüfung ist auf der Prüfplakette und im gelben Gasprüfheft vermerkt.

Wenn die Gasprüfung Ihres Wohnmobils beispielsweise am 21.10.2024 durchgeführt wurde, muss die nächste Prüfung bis spätestens 31.10.2026 erfolgen.

Seit 2025 muss außerdem nach jeder prüfpflichtigen Änderung eine neue Gasprüfung durchgeführt werden.

Was ist eine prüfpflichtige Änderung?

Viele Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen wissen, dass die Gasprüfung alle zwei Jahre fällig ist. Weniger bekannt ist, dass auch nach bestimmten Änderungen an der Gasanlage vor der Wiederinbetriebnahme eine neue Gasprüfung gemacht werden muss.

Dies gilt auch dann, wenn die letzte Gasprüfung noch keine zwei Jahre zurückliegt.

Wenn Sie an Ihrer Gasanlage etwas ändern oder ändern lassen, das im Rahmen der Gasprüfung geprüft wird, muss die Anlage vor der Wiederinbetriebnahme erneut geprüft werden.

Die neue Gasprüfung gilt dann wieder für 24 Monate.

Welche Änderungen eine erneute Gasprüfung erforderlich machen, erläutern wir in den FAQ am Ende dieses Beitrags.

Wenn Sie unsicher sind, ob die Änderung, die Sie vornehmen oder vornehmen lassen, prüfpflichtig sind, fragen Sie am besten im Vorfeld Ihre Fachwerkstatt oder Ihren Gasprüfer.

Was ist mit den Geräten und Schläuchen, die nach 10 Jahren ablaufen?

Für bestimmte Bauteile der Gasanlage gelten vorgeschriebene Austausch- oder Prüffristen.

Dazu gehören insbesondere Gasregler, Hochdruckschläuche sowie Gastankflaschen.

Werden diese Fristen überschritten, kann die Gasprüfung nicht mehr erfolgreich abgeschlossen werden. Die betroffenen Bauteile müssen zunächst ersetzt oder, wenn möglich, geprüft werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme ist eine neue Gasprüfung durchzuführen.

Gastankflaschen

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen erstmals ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ bei der Gasprüfung berücksichtigt.

Im weiteren Verlauf dieses Beitrags verwenden wir überwiegend den geläufigeren Begriff „Gastankflasche“, auch wenn die offizielle Bezeichnung in der G 607 „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ ist.

Bei Gastankflaschen werden unter anderem folgende Punkte geprüft:

  • Zulässigkeit des Systems
  • ordnungsgemäßer Einbau
  • Befestigung
  • Versiegelung
  • Kennzeichnungen und Warnhinweise
  • Füllanschluss
  • Einhaltung der Prüffristen

Dabei unterscheidet die G 607 ausdrücklich zwischen Gastankflaschen („Druckbehälter zur Selbstbefüllung“) und Tanks nach UN-Regelung Nr. 67. Die Technische Regel stellt klar, dass ein Tank in Flaschenform nach UN R 67 nicht automatisch als Druckbehälter zur Selbstbefüllung im Sinne der G 607 gilt.

Deshalb wird bei der Gasprüfung nicht nur der Einbau beurteilt. Geprüft wird auch, ob der verwendete Behälter grundsätzlich für diesen Einsatzzweck zulässig ist.

Vermeintlich gleich aussehende Behälter können unterschiedliche Zulassungen haben. Deshalb kommt der Prüfung der Zulässigkeit eine große Bedeutung zu.

Ist die Gasprüfung bei meinem Wohnmobil auch Pflicht für das Bestehen der Hauptuntersuchung (HU) / TÜV?

Nein.

Für das Bestehen der Hauptuntersuchung ist weiterhin keine gültige Gasprüfung erforderlich.

Die Gasprüfung ist jedoch unabhängig von der Hauptuntersuchung gesetzlich vorgeschrieben und muss daher fristgerecht durchgeführt werden.

Fehlt eine gültige Gasprüfung oder wird die Prüffrist überschritten, kann dies als Verstoß gegen § 60 StVZO geahndet werden.

Wir empfehlen daher, die Gasprüfung nicht erst im Zusammenhang mit der Hauptuntersuchung im Blick zu behalten, sondern rechtzeitig vor Ablauf der Frist durchführen zu lassen.

Was ist mit Gastankflaschen im Wohnmobil?

Gastankflaschen werden weiterhin nicht im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) bewertet.

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen jedoch erstmals ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ bei der Gasprüfung berücksichtigt.

Während die Hauptuntersuchung auf Grundlage der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) durchgeführt wird, erfolgt die Gasprüfung nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblatts G 607.

Bei der Gasprüfung werden Gastankflaschen nun unter anderem hinsichtlich ihrer Zulässigkeit, ihres Einbaus, ihrer Befestigung, ihrer Versiegelung, ihrer Kennzeichnungen sowie ihrer Prüffristen bewertet.

Bei der Hauptuntersuchung ergibt sich die Nichtprüfung aus dem Umkehrschluss.

Es gibt eine Auflistung, was im Rahmen der HU geprüft wird, sozusagen eine Positivliste.

Die dort aufgeführte Prüfung von Gastanks bezieht sich explizit auf Tanks mit flüssiger Gasentnahme für den Motorbetrieb (Antrieb). Das ist im § 41a der Straßenverkehrszulassungsordnung wie folgt festgelegt.:

Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)
§ 41a Druckgasanlagen und Druckbehälter

(1) Kraftfahrzeugtypen, die mit speziellen Ausrüstungen oder Bauteilen für die Verwendung von
1. verflüssigtem Gas (LPG) oder
2. komprimiertem Erdgas (CNG) oder
3. Flüssigerdgas (LNG) oder
4. Wasserstoff
in ihrem Antriebssystem ausgestattet sind, müssen hinsichtlich des Einbaus dieser Ausrüstungen oder Bauteile nach den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen genehmigt sein.
(2) Spezielle Nachrüstsysteme für die Verwendung von
1. verflüssigtem Gas (LPG) oder
2. komprimiertem Erdgas (CNG) oder
3. Flüssigerdgas (LNG) oder
4. Wasserstoff
im Antriebssystem eines Kraftfahrzeugs müssen hinsichtlich ihrer Ausführung nach der im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmung genehmigt sein.
(3) Spezielle Bauteile für die Verwendung von
1. verflüssigtem Gas (LPG) oder
2. komprimiertem Erdgas (CNG) oder
3. Flüssigerdgas (LNG) oder
4. Wasserstoff
im Antriebssystem eines Kraftfahrzeugs müssen hinsichtlich ihrer Ausführung nach der im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmung genehmigt sein. Ferner müssen für den Einbau die Bedingungen der im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmung erfüllt werden.
(…)

Die dort aufgeführte Prüfung von Gastanks bezieht sich ausdrücklich auf Druckgasanlagen und Druckbehälter für den Betrieb des Fahrzeugantriebs. § 41a StVZO regelt damit Fahrzeuge, die Flüssiggas (LPG), CNG, LNG oder Wasserstoff als Kraftstoff nutzen.

Die von uns verkauften und eingebauten Gastankflaschen dienen dagegen nicht dem Antrieb des Fahrzeugs. Sie versorgen ausschließlich die Flüssiggasanlage im Freizeitfahrzeug, beispielsweise für Heizung, Kühlschrank oder Kocher.

Die von uns angebotenen Gastankflaschen werden mit den erforderlichen Herstellerunterlagen ausgeliefert. Beim Einbau dokumentieren wir die ordnungsgemäße Montage und führen die erforderliche Gasprüfung durch.

Wenn Sie die bei uns gekauften Gastankflaschen selbst einbauen, bieten wir gerne die Prüfung und Dokumentation des Einbaus sowie die erforderliche Gasprüfung an.

Eine zusätzliche Abnahme oder Prüfung im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) ist hierfür nicht vorgesehen. Die Anforderungen an Gastankflaschen ergeben sich aus dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 und werden im Rahmen der Gasprüfung bewertet.

Historie

Nach Auskunft der German Association for Gas Technology e.V. (GAGT) haben die bisher bekannten Regeln ihren Ursprung in den 60er Jahren genommen.

Daraus hatten sich das gelbe Gasprüfheft und die „Vorschriften“ nach G607 entwickelt. Alle zwei Jahre mussten die Gasanlagen in Freizeitfahrzeugen überprüft werden.

Auch für die Prüforganisationen wie TÜV, Dekra, Küss u. s. w. war die bestandene Gasprüfung verpflichtend für ein Bestehen der Hauptuntersuchung.

Da jedoch weder die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) noch andere gesetzliche Vorschriften eine Gasprüfung ausdrücklich regelten, fehlte für dieses Vorgehen eine eindeutige gesetzliche Grundlage. Die Anforderungen ergaben sich überwiegend aus technischen Regelwerken und Vorgaben verschiedener Fachverbände, insbesondere des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) und des DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas e. V.).

Warum wurde die Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen ausgesetzt?

Bestandteil einer Gasprüfung ist eine Überdruckprüfung der Gasanlage auf Dichtigkeit. Dazu werden Messmittel verwendet, die teilweise seit Jahrzehnten im Einsatz sind. Jedes offiziell eingesetzte Messmittel muss grundsätzlich in festgelegten Abständen überprüft und geeicht werden. Hierzu gibt es jedoch keine Vorgaben für die bisher für die Überdruckprüfung verwendeten Geräte. Das heißt, dass die für die Gasprüfung verwendeten Geräte, selbst nicht regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Zudem mangelte es, wie oben beschrieben, an den notwendigen gesetzlichen Vorgaben.

Auf Initiative des GAGT wurden die für die Straßenverkehr zuständigen Behörden in der Europäischen Union und in Deutschland auf die Missstände aufmerksam mit dem Ergebnis, dass das Bundesverkehrsministerium die Gasprüfung zunächst ausgesetzt und schließlich als Voraussetzung zur Erlangung der Hauptuntersuchung (TÜV) komplett abgeschafft hat.

Die Behörden hatten ein Verfahren zur Entwicklung europaweit gültiger Vorschriften angestoßen.

Jetziger Stand:

Eine europaweit einheitliche Vorschrift für die Gasprüfung von Wohnmobilen und Wohnwagen gibt es weiterhin nicht.

Mit § 60 StVZO ist die Gasprüfung in Deutschland seit dem 19.06.2025 wieder gesetzlich geregelt.

Die Pflicht zur Gasprüfung nach prüfpflichtigen Änderungen halten wir ebenfalls für sinnvoll. Änderungen an der Gasanlage können unmittelbare Auswirkungen auf die Betriebssicherheit haben und sollten daher vor der Wiederinbetriebnahme überprüft werden.

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 wurden erstmals konkrete Anforderungen an Gastankflaschen festgelegt. Dadurch bestehen nun einheitliche Vorgaben für Einbau, Befestigung, Kennzeichnungen, Versiegelung und Prüffristen.

Aus unserer Sicht sorgt die Ausgabe 2026 der G 607 für deutlich mehr Klarheit bei Einbau und Prüfung von Gastankflaschen.

Gleichzeitig zeigt sich, dass die Zulässigkeit eines Systems nicht allein vom äußeren Erscheinungsbild abhängt. Unterschiede bei Behältern, Zulassungen und Einbauarten können entscheidend sein.

Gerade bei Gastankflaschen lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Herstellerunterlagen und die konkrete Einbausituation. Nicht jede angebotene Lösung erfüllt automatisch die Anforderungen der G 607.

Aufgrund der unterschiedlichen Behältertypen, Zulassungen und Einbauvarianten empfiehlt sich bei Unsicherheiten die Unterstützung durch einen Fachbetrieb mit entsprechender Erfahrung.

Warum ist eine regelmäßige Kontrolle der Gasanlage in Wohnmobilen und Wohnwagen aus unserer Sicht wichtig?

Gas ist für uns im Campingfahrzeug sehr nützlich. Wir heizen, kühlen und kochen damit.

Gleichzeitig ist die Gefahr von Gas nicht zu unterschätzen. Das Einatmen von Gas kann ebenso tödlich enden wie eine Explosion oder ein Brand, wenn austretendes Gas durch eine Flamme entzündet wird.

Anders als bei einem feststehenden Haus sind die meisten von uns mit ihrem Wohnmobil oder Caravan zu verschiedenen Jahreszeiten auf unterschiedlich gut ausgebauten Straßen oder unbefestigten Wegen und Campingplätzen unterwegs.

Das bedeutet, dass Gasleitungen, Verschraubungen und gasbetriebene Geräte Schlaglöchern, Verwindungen und teils sehr unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind.

Natürlich kann man sich zum Beispiel durch Gaswarner schützen, die bei einer erhöhten Gaskonzentration warnen.

Dennoch halten wir zusätzlich eine regelmäßige Kontrolle der Gasanlage für sinnvoll.

So haben wir beispielsweise in unserem eigenen Fahrzeug bereits eine Undichtigkeit an der Verschraubung eines fest installierten Gasrohres festgestellt. Diese war zwar nur gering, hätte sich aber vermutlich im Laufe der Zeit verschlimmert, wenn wir sie nicht entdeckt und abgedichtet hätten.

Es geht dabei nicht nur um Ihre eigene Sicherheit, sondern auch um die Sicherheit Ihrer Nachbarn auf dem Camping- oder Stellplatz sowie aller anderen Verkehrsteilnehmer.

Schon allein deshalb empfehlen wir ausschließlich zugelassene Geräte zu verwenden und die Dichtigkeit der Gasanlage regelmäßig (mindestens alle 2 Jahre) überprüfen zu lassen, unabhängig davon, ob dies Pflicht ist oder nicht.

Gasprüfung für Ihr Wohnmobil bei uns

Wir wissen den Komfort, den das Gas uns beim Heizen, Kochen und Kühlen bringt, zu schätzen.

Gleichzeitig wissen wir aus unserer langjährigen Campingerfahrung und zahlreichen Gesprächen, wie gefährlich eine undichte Gasleitung oder ein defektes Gerät im Wohnmobil oder Wohnwagen sein kann.

Daher führen wir die Gasprüfung bei Ihrem Campingfahrzeug genau so gründlich durch, wie bei unserem eigenen Wohnmobil.

Unser Ziel ist, dass Sie mit Ihrem Campingfahrzeug sicher unterwegs sind!

Stellen wir Mängel fest, können wir diese in den meisten Fällen sofort beheben und dann die bestandene Gasprüfung bescheinigen.

Tipp: Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin

Wenn für Ihr Wohnmobil oder Ihren Wohnwagen noch keine gültige Gasprüfung vorliegt oder Sie nach der letzten Gasprüfung prüfpflichtige Änderungen vorgenommen haben, empfehlen wir, die Gasprüfung zeitnah durchführen zu lassen. Dies gilt insbesondere, bevor die Gasanlage genutzt oder das Fahrzeug bewegt wird.

Vereinbaren Sie jetzt einfach und unkompliziert Ihren Termin für die Gasprüfung.

Alternativ können Sie Ihren Termin per E-Mail an service@autarker.de oder telefonisch unter 08081 604700 vereinbaren.

Hilfreiche Angaben:

  • Wie viele gasbetriebene Geräte sind Ihrem Fahrzeug verbaut?
  • Wie alt sind Ihre Regler / Schläuche?
  • Haben Sie bereits Gasfilter?
  • Möchten Sie, dass wir Ihre Filter mit prüfen?

Wenn eine Gastankflasche verbaut ist:

  • Wer ist der Hersteller der Tankflasche?
  • Welche Zulassung hat die Tankflasche? (Dokumente mitbringen / vorab schicken)
  • Wie (mit welchem Zubehör) ist die Montage ausgeführt?
  • Wo sitzt die Betankung?

Schicken sie uns gerne ein Foto von Ihrem Gaskasten mit Regler mit.

Ablauf der Gasprüfung Ihres Wohnmobils bei uns

Die Gasprüfung beginnt bei uns mit der Besichtigung vom Gaskasten

Dabei kontrollieren wir den Gaskasten auf ausreichende Entlüftungsmöglichkeiten, die Flaschenhalterungen sowie den Gasregler, das Schlauchmaterial und die Abgasrohre auf offensichtliche Beschädigungen.

Bei Fahrzeugen mit Gastankflaschen prüfen wir zusätzlich die nach G 607 vorgeschriebenen Anforderungen an Zulässigkeit, Einbau, Befestigung, Versiegelung, Kennzeichnungen und Prüffristen.

Danach werden alle Geräte in Ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen (z. B. Kühlschrank, Herd, Heizung, Backofen usw.) auf ihre eigentliche Funktion und die Funktion der Schutzmechanismen kontrolliert.

Am Beispiel Herd bedeutet dies:

Erreichen alle Flammen ein sauberes Flammenbild?

Wenn nicht, deutet dies auf eine eventuelle Verschmutzung des Brenners hin, der dann gereinigt werden sollte.

Außerdem prüfen wir, ob nach Erlöschen der Flamme bei weiterhin aufgedrehtem Bedienknopf, das temperaturgeführte Magnetventil die Gaszufuhr stoppt.

Wenn nicht, weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass hier ein erhebliches Gefahrenpotential besteht und bieten die Möglichkeit zum Austausch der betroffenen Bauteile an. Wird der Mangel nicht behoben, ist die Gasprüfung nicht bestanden.

Anschließend erfolgt die oben beschriebene Dichtheitsprüfung mittels Überdrucktest. Vor Beginn kontrollieren wir die Funktion unseres Prüfgeräts.

Stellen wir bei der Prüfung der Gasanlage einen Druckabfall fest, prüfen wir systematisch weiter:

Wir schließen alle Absperrhähne und wiederholen die Prüfung. Fällt der Druck jetzt nicht ab, wissen wir, dass die Undichtigkeit nicht in der Leitung zwischen dem Gasregler und den Absperrhähnen auftritt.

Als nächstes wird jeder einzelne Strang geprüft. Wenn wir so den Ursprung auf einen überschaubaren Bereich eingegrenzt haben, prüfen wir die Rohrleitung und alle Verbindungen mit Lecksuchspray.

Ihr Service-Plus

Da wir auch Fachwerkstatt sind, können wir in der Regel die Undichtigkeit auch gleich beheben.
Auch den Austausch abgelaufener Regler, Schläuche und Gastankflaschen übernehmen wir gerne. Wie oben beschrieben, ist nach dem Austausch vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage eine erneute Gasprüfung erforderlich.

Bescheinigung

Wir bescheinigen das Ergebnis der Prüfung im gelben Gasprüfheft.

Zusätzlich erhält das Fahrzeug bei bestandener Prüfung eine Prüfplakette. Auf ihr ist der Termin der nächsten regulär fälligen Gasprüfung vermerkt.

Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie eine Gasprüfung an Ihrem Wohnmobil bzw. Wohnwagen durchführen lassen, sich immer das Ergebnis dokumentieren zu lassen (auch wenn die Gasprüfung nicht bestanden wird), etwaige Beanstandungen baldmöglichst zu beheben und die Gasanlage erst nach erfolgreicher Gasprüfung wieder in Betrieb zu nehmen. So ist dies jetzt auch gesetzlich vorgeschrieben.

Die Themen Gasprüfung, G 607 und Gastankflaschen haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert. Wir bemühen uns, diesen Beitrag regelmäßig zu aktualisieren und den jeweils aktuellen Stand wiederzugeben.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine individuelle rechtliche oder technische Beratung zu hypothetischen Einzelfällen anbieten können.

Wenn Sie Interesse an einer Gasprüfung, dem Einbau einer Gastankflasche oder einer anderen technischen Leistung haben, freuen wir uns auf Ihre Anfrage.

Ihr

Andreas Irmer

Häufige Fragen zur Gasprüfung

Ist die Gasprüfung für Wohnmobile und Wohnwagen Pflicht?

Ja.

Für Wohnmobile und Wohnwagen mit Flüssiggasanlage ist die Gasprüfung seit dem 19.06.2025 wieder gesetzlich vorgeschrieben. Die gesetzliche Grundlage ist § 60 StVZO.

Warum wird meine Gasprüfung nach G 607:2026 durchgeführt, obwohl § 60 StVZO auf die Ausgabe 2022 verweist?

Der § 60 StVZO wurde 2024 zuletzt aktualisiert und verweist auf das zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gültige DVGW-Arbeitsblatt G 607, Stand August 2022. Konkret steht dort in Abs. 1:

Die Halter von zulassungspflichtigen Fahrzeugen im Sinne des § 3 Absatz 1 Satz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung und kennzeichenpflichtigen Fahrzeugen nach § 4 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 3 Satz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung haben die Flüssiggasanlagen ihrer Fahrzeuge mit einem Höchstverbrauch von 1,5 kg/h, die nicht zum Antrieb dieser Fahrzeuge dienen, auf ihre Kosten nach Maßgabe der Technischen Regel Arbeitsblatt DVGW G 607 (A) „Flüssiggasanlagen mit einem Höchstverbrauch von 1,5 kg/h in Freizeitfahrzeugen, Mobilheimen und zu Wohnzwecken in anderen Fahrzeugen; Betrieb und Prüfung“ (ISSN 0176-3490, DVGW, Bonn, August 2022) des Vereins „Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.“ Josef-Wirmer-Straße 1–3, 53123 Bonn prüfen zu lassen (…)

Es wurde also die damalige Fundstelle (die ISSN-Nr. ist die genormte internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke des DVGW-Regelwerks) ausdrücklich in die Vorschrift aufgenommen.

Inzwischen wurde jedoch die Ausgabe Juni 2026 des DVGW-Arbeitsplatts veröffentlicht. Nach Auskunft des Deutschen Verbands Flüssiggas (DVFG) “ist das neue Arbeitsblatt bereits veröffentlicht und anzuwenden”. Gleichzeitig sei vorgesehen, die entsprechenden Verweise in der StVZO zu einem späteren Zeitpunkt anzupassen.

Nach Angaben des DVFG besteht derzeit eine Übergangssituation. Während dieses Zeitraums wird in der Praxis regelmäßig auf die jeweils einschlägige Fassung des Arbeitsblatts abgestellt. Der DVFG hält hierbei eine pragmatische Handhabung für sachgerecht.

Für unsere Prüfpraxis bedeutet dies, dass wir Gasprüfungen auf Grundlage der G 607:2026 durchführen. Die wesentlichen fachlichen Neuerungen der Ausgabe 2026 betreffen die Anforderungen an Sachkundige sowie die Einführung von Anforderungen an Druckbehälter zur Selbstbefüllung.

Für Fahrzeughalter entstehen hierdurch keine Nachteile. Die Ausgabe 2026 ist die aktuelle Fassung des DVGW-Arbeitsblatts G 607 und beschreibt die derzeit geltenden technischen Anforderungen.

Dass die StVZO konkret die Fundstelle mit dem Stand August 2022 nennt und nicht allgemein auf die jeweils aktuelle Fassung verweist, ist zwar unglücklich, bei gesetzlichen Verweisen auf technische Regelwerke jedoch nicht ungewöhnlich. Häufig werden technische Regelwerke überarbeitet, während die Anpassung der gesetzlichen Verweise zeitversetzt erfolgt.

Wie oft muss die Gasprüfung durchgeführt werden?

Die Gasprüfung muss vor der ersten Inbetriebnahme der Gasanlage und anschließend alle 24 Monate durchgeführt werden.

Zusätzlich ist eine neue Gasprüfung erforderlich, wenn an der Gasanlage eine prüfpflichtige Änderung vorgenommen wurde.

Wie erkenne ich den nächsten Termin für die Gasprüfung?

Der Termin der nächsten regulär fälligen Gasprüfung ist auf der Prüfplakette sowie im gelben Gasprüfheft vermerkt. Auf der Plakette sind die Monatsnummern 1 bis 12 im Uhrzeigersinn auf dem Rand aufgedruckt. Die Monatszahl, die nach oben zeigt, gibt den Monat der Fälligkeit wieder. Die Jahreszahl steht auch auf der Plakette und die Plaketten sind je nach Jahr in unterschiedlichen Farben ausgeführt.

Wir empfehlen zusätzlich, den Termin in Ihrem Kalender oder Smartphone einzutragen.

Was passiert, wenn die Frist für die Gasprüfung überschritten wird?

Wird die Prüffrist überschritten, liegt ein Verstoß gegen § 60 StVZO vor.

Je nach Dauer der Fristüberschreitung können Bußgelder verhängt werden. Die Höhe richtet sich nach der Dauer der Überschreitung.

Unabhängig davon empfehlen wir, die Gasanlage bis zur erfolgreichen Gasprüfung nicht zu nutzen.

Was passiert, wenn die Gasprüfung nicht bestanden wird?

Wird bei der Gasprüfung ein sicherheitsrelevanter Mangel festgestellt, kann die Prüfung nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Die festgestellten Mängel werden dokumentiert. Nach deren Behebung kann die Gasanlage erneut geprüft werden.

Bis zur erfolgreichen Gasprüfung darf die Gasanlage nicht verwendet werden.

Muss nach jeder Änderung an der Gasanlage eine neue Gasprüfung durchgeführt werden?

Eine neue Gasprüfung ist nach allen sogenannten prüfpflichtigen Änderungen erforderlich.

Ob eine Änderung prüfpflichtig ist, hängt davon ab, ob sie Auswirkungen auf die Sicherheit oder die Beurteilung der Gasanlage hat.

Typische Beispiele erläutern wir in den weiteren FAQ.

Was zählt als prüfpflichtige Änderung?

Eine prüfpflichtige Änderung liegt vor, wenn an der Gasanlage Änderungen vorgenommen werden, die im Rahmen der Gasprüfung bewertet werden.

In diesen Fällen muss die Gasanlage vor der Wiederinbetriebnahme erneut geprüft werden.

Typische Beispiele erläutern wir in den folgenden Fragen.

Ist der Einbau eines Gasreglers eine prüfpflichtige Änderung?

Ja.

Der Einbau eines Gasreglers stellt seit Juni 2025 eine prüfpflichtige Änderung dar. Vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage muss daher eine neue Gasprüfung durchgeführt werden.

Muss nach dem Austausch eines Gasschlauchs eine neue Gasprüfung durchgeführt werden?

Ja.

Nach Auskunft des Deutschen Verbands Flüssiggas (DVFG) stellt der Tausch von Anlagenteilen eine prüfpflichtige Änderung dar.

Dazu gehören auch Gasschläuche. Nach dem Austausch muss die Gasanlage daher vor der Wiederinbetriebnahme erneut geprüft werden.

Dies gilt unabhängig davon, ob die letzte Gasprüfung erst vor kurzer Zeit durchgeführt wurde. Nach erfolgreicher Prüfung beginnt die neue Prüffrist erneut.

Ist der Einbau einer Gastankflasche eine prüfpflichtige Änderung?

Ja.

Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen ausdrücklich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ berücksichtigt.

Der Einbau einer Gastankflasche erfordert vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage eine neue Gasprüfung.

Ist der Aus- und Wiedereinbau einer Gastankflasche eine prüfpflichtige Änderung?

Ja. Wird eine Gastankflasche ausgebaut und anschließend wieder eingebaut, muss die Gasanlage vor der Wiederinbetriebnahme erneut geprüft werden.

Ist eine beschädigte Versiegelung einer Gastankflasche eine prüfpflichtige Änderung?

Ja. Die G 607 bewertet die Versiegelung als Bestandteil der Anforderungen an Gastankflaschen. Wird die Versiegelung beschädigt oder entfernt, ist eine erneute Gasprüfung erforderlich.

Wer darf eine Gasprüfung durchführen?

Die rechtlich verbindliche Gasprüfung darf nur von einem anerkannten Gassachkundigen durchgeführt werden. Bei autarker.de ist Andreas Irmer Gassachkundiger.

Die Anforderungen an Ausbildung, Anerkennung und regelmäßige Weiterbildung sind im DVGW-Arbeitsblatt G 607 geregelt.

Welche Unterlagen sollte ich zur Gasprüfung mitbringen?

Der Gassachkundige benötigt immer folgende Unterlagen:

  • das gelbe Gasprüfheft oder die Herstellerbescheinigung (Wenn Sie diese nicht mitbringen, muss der Gassachkundige die Anlage komplett neu erfassen, was aufwändig ist und hohe Kosten erzeugen kann. Siehe „Was muss ich tun, wenn mein gelbes Gasprüfheft fehlt?“)
  • Unterlagen zu Gastankflaschen
  • Unterlagen zu besonderen Einbauten oder Umbauten
  • Herstellerunterlagen, falls Änderungen an der Gasanlage vorgenommen wurden

Bei Gastankflaschen zusätzlich

  • Wer ist der Hersteller der Tankflasche?
  • Welche Zulassung hat die Tankflasche? (Dokumente mitbringen / vorab schicken)
  • Wie (mit welchem Zubehör) ist die Montage ausgeführt?
  • Wo sitzt die Betankung?

Schicken sie uns gerne ein Foto von Ihrem Gaskasten mit Regler mit.

Was muss ich tun, wenn mein gelbes Gasprüfheft fehlt?

Kein Problem. Wenn Ihr gelbes Gasprüfheft verloren gegangen ist oder nicht mehr auffindbar ist, kann der Gassachkundige in der Regel ein neues Heft ausstellen.

Hilfreich sind die Herstellerbescheinigung und Unterlagen von sämtlichen zu prüfenden Geräten, falls diese noch vorliegen.

Andernfalls muss der Gassachkundige die notwendigen Angaben an jedem Gerät einzeln ablesen und nachtragen. Das ist zeitintensiv und kann zu deutlich höheren Kosten führen.

Was ist eine Herstellerbescheinigung?

Die Herstellerbescheinigung (Herstellerbescheinigung für die Erstabnahme von Flüssiggasanlagen gemäß DIN EN 1949 bzw. Herstellerkonformitätsbescheinigung) ist das Dokument, mit dem der Fahrzeughersteller die ursprünglich eingebaute Gasanlage dokumentiert. Sie enthält Angaben zu den verbauten Gasgeräten. Der erste Käufer erhält sie immer zusammen mit dem Fahrzeug. Die Herstellerbescheinigung sollte immer beim Fahrzeug verbleiben.

Brauche ich für die Gasprüfung einen Termin?

Ja.

Da für die Gasprüfung ein anerkannter Gassachkundiger verfügbar sein muss, empfehlen wir grundsätzlich eine vorherige Terminvereinbarung.

Wie kann ich einen Termin für die Gasprüfung vereinbaren?

Einen Termin bei uns können Sie bequem online vereinbaren.

Alternativ sind Terminvereinbarungen per E-Mail an service@autarker.de oder telefonisch unter 08081 604 70 0 möglich.

Was kostet eine Gasprüfung beim Wohnmobil oder Wohnwagen?

Die Kosten hängen vom Fahrzeug, dem Umfang der Anlage und eventuell festgestellten Mängeln ab. Gerne erstellen wir Ihnen vorab eine Einschätzung oder nennen Ihnen den aktuellen Preis bei der Terminvereinbarung.

Wie lange dauert eine Gasprüfung?

Die Dauer hängt vom Fahrzeug und dem Zustand der Gasanlage ab. Werden keine Mängel festgestellt, ist die Prüfung bei uns in der Regel in 30 Minuten abgeschlossen. Wird eine Undichtigkeit oder andere Mängel festgestellt, dauert die Prüfung länger und wir prüfen in Abstimmung mit dem Kunden, ob wir den Mangel sofort beseitigen können oder ggf. Bauteile bestellen müssen.

Ist die Gasprüfung Teil der Hauptuntersuchung (HU / TÜV)?

Nein.

Die Gasprüfung ist eine eigenständige Prüfung und keine Voraussetzung für das Bestehen der Hauptuntersuchung.

Eine gültige Gasprüfung ist trotzdem gesetzlich vorgeschrieben und muss unabhängig von der HU durchgeführt werden.

Warum bieten TÜV, DEKRA und andere Organisationen trotzdem Gasprüfungen an?

Viele Prüfgesellschaften bieten sowohl Hauptuntersuchungen als auch Gasprüfungen an.

Dabei handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Prüfungen mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen.

Die Gasprüfung ist nicht Bestandteil der Hauptuntersuchung. Dass beide Prüfungen häufig beim selben Anbieter stattfinden, führt jedoch regelmäßig zu Missverständnissen. Häufig werden sogar getrennte Unterlagen oder Rechnungen erstellt.

Werden Gastankflaschen jetzt geprüft?

Ja. Mit der Ausgabe 2026 des DVGW-Arbeitsblatts G 607 werden Gastankflaschen erstmals ausdrücklich bei der Gasprüfung berücksichtigt.

Warum wird die Gastankflasche bei der Gasprüfung geprüft, aber nicht bei der Hauptuntersuchung?

Die Hauptuntersuchung (HU) und die Gasprüfung sind zwei unterschiedliche Prüfungen mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen.

Die Hauptuntersuchung prüft nur die in den entsprechenden Vorschriften ausdrücklich aufgeführten Prüfpunkte. Gastankflaschen zur Versorgung von Heizung, Kühlschrank oder Kocher gehören nicht dazu.

Die Gasprüfung erfolgt dagegen nach § 60 StVZO und dem DVGW-Arbeitsblatt G 607. Dort werden Gastankflaschen seit der Ausgabe 2026 ausdrücklich berücksichtigt.

Was wird bei Gastankflaschen geprüft?

Bei Gastankflaschen werden unter anderem geprüft:

  • Zulässigkeit des Systems
  • ordnungsgemäßer Einbau
  • Befestigung
  • Versiegelung
  • Kennzeichnungen und Warnhinweise
  • Füllanschluss
  • Einhaltung der Prüffristen

Zusätzlich wird beurteilt, ob der verwendete Behälter grundsätzlich für diesen Einsatzzweck zulässig ist.

Warum wird bei Gastankflaschen jetzt die Zulässigkeit geprüft?

Die Ausgabe 2026 der G 607 unterscheidet ausdrücklich zwischen Gastankflaschen („Druckbehälter zur Selbstbefüllung“) und Tanks nach UN-Regelung Nr. 67.

Vermeintlich gleich aussehende Behälter können unterschiedliche Zulassungen haben. Deshalb wird bei der Gasprüfung nicht nur der Einbau beurteilt, sondern auch die grundsätzliche Zulässigkeit des verwendeten Behälters.

Was bedeutet die Zulässigkeit einer Gastankflasche?

Die Zulässigkeit beschreibt, ob eine Gastankflasche nach den Vorgaben der G 607 grundsätzlich als „Druckbehälter zur Selbstbefüllung“ verwendet werden darf.

Dabei spielen unter anderem die Zulassung des Behälters, die Herstellerunterlagen, die vorgesehene Verwendung sowie die konkrete Einbausituation eine Rolle.

Deshalb wird bei der Gasprüfung nicht nur der Einbau geprüft, sondern auch die grundsätzliche Zulässigkeit des verwendeten Systems.

Woran erkenne ich, ob meine Gastankflasche zulässig ist?

Allein anhand des Aussehens lässt sich das nicht beurteilen.

Die Gastankflasche muss nach Richtlinie 2014/68/EU zur Befüllung mit Flüssiggas, mit Befüllarmaturen nach UN-Regelung Nr. 67 ab Änderungsserie 01, ausgelegt zur Selbstbefüllung an öffentlichen Tankstellen zugelassen sein.

Ein nach UN-Regelung Nr. 67 ab Änderungsserie 01 eingebauter Tank in Flaschenform ist kein Druckbehälter zur Selbstbefüllung im Sinne der G607.

Deshalb kann die Zulässigkeit nicht allein anhand einer Kennzeichnung oder eines Fotos beurteilt werden. Indizien sind die CE-Kennzeichnung, die Konformitätserklärung und die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Reicht eine UN-R67-Zulassung aus?

Nein.

Die G 607 unterscheidet ausdrücklich zwischen Gastankflaschen („Druckbehälter zur Selbstbefüllung“) und Tanks nach UN-Regelung Nr. 67.

Ein Tank in Flaschenform mit UN-R67-Zulassung gilt deshalb nicht automatisch als Gastankflasche im Sinne der G 607. Für die Bewertung werden zusätzlich die Herstellerunterlagen, die vorgesehene Verwendung und die Einbausituation berücksichtigt.

Warum können äußerlich gleiche Gastankflaschen unterschiedlich bewertet werden?

Weil das Aussehen allein nichts über die Zulässigkeit aussagt.

Vermeintlich identische Behälter können unterschiedliche Zulassungen, Herstellerfreigaben oder Verwendungszwecke haben.

Deshalb werden bei der Gasprüfung nicht nur die Gastankflasche selbst, sondern auch deren Unterlagen, Zulassungen und Einbausituation bewertet.

Was bedeutet die Versiegelung bei einer Gastankflasche?

Die Versiegelung soll erkennen lassen, ob die Gastankflasche oder ihre Befestigung seit der letzten Prüfung verändert wurde.

Mit der Ausgabe 2026 der G 607 kommt der Versiegelung eine besondere Bedeutung zu. Wird die Versiegelung beschädigt oder entfernt, macht dies eine erneute Gasprüfung erforderlich.

Wie die Versiegelung bei einer Alugas-Gastankflasche in der Praxis aussieht, zeigen wir in unserem Gastankflaschen-Beitrag.

Mein Fahrzeug verfügt über eine gültige Gasprüfung. Die installierte Gastankflasche entspricht jedoch nicht in allen Punkten den Anforderungen der G 607:2026 (z. B. fehlende Versiegelung oder Betankung im Gaskasten). Muss ich sofort etwas ändern?​

Eine neue Ausgabe der G 607 stellt für sich genommen keinen zusätzlichen Prüfanlass dar. Bereits durchgeführte Gasprüfungen bleiben gültig.

Anders verhält es sich bei prüfpflichtigen Änderungen. Hierzu zählen sowohl der Einbau einer Gastankflasche als auch Änderungen an der Anlage, mit denen diese an die neuen Anforderungen angepasst wird.

Nach Auskunft des DVFG sollten Betreiber sich möglichst frühzeitig um erforderliche Anpassungen kümmern. Dies gilt insbesondere für Anlagen, die in Deutschland an öffentlichen Tankstellen betankt werden sollen. Der DVFG weist darauf hin, dass die Regelungen zur Betankung ausdrücklich auf die Anforderungen der G 607 Bezug nehmen.

Zudem wissen wir nicht, wie dies von anderen Stellen, z. B. im Falle eines Unfalls bewertet wird.

Wir empfehlen daher, die notwendigen Anpassungen möglichst zeitnah vorzunehmen und eine neue Gasprüfung durchführen zu lassen.

Meine Gastankflasche wurde schon vor Jahren eingebaut. Muss ich wegen der G 607:2026 etwas ändern?

Ein ausdrücklicher Hinweis, zum sofortigen Nachtrag steht nicht in der G607.

Ob Handlungsbedarf besteht, hängt vom verwendeten Behälter, den vorhandenen Unterlagen, der Einbausituation und dem aktuellen Zustand der Anlage ab.

Siehe auch die Frage „Mein Fahrzeug verfügt über eine gültige Gasprüfung. Die installierte Gastankflasche entspricht jedoch nicht in allen Punkten den Anforderungen der G 607:2026 (z. B. fehlende Versiegelung oder Betankung im Gaskasten). Muss ich sofort etwas ändern?“

Wir empfehlen, dies bereits jetzt zu prüfen und notwendige Anpassungen, Eintragungen sowie die erforderliche Gasprüfung so schnell wie möglich vorzunehmen; schon aus Sicherheitsgründen und im Hinblick auf mögliche Bewertungen von Versicherungen oder Behörden nach einem Unfall.

Darf ich mit meiner Tankflasche überall tanken?

Nicht zwingend.

Weder die StVZO noch die G 607 regeln, an welchen Tankstellen Druckbehälter zur Selbstbefüllung befüllt werden dürfen.

Die G 607 weist ausdrücklich darauf hin, dass die Zulässigkeit der Selbstbefüllung an öffentlichen Tankstellen im Einzelfall zu klären ist.

Derzeit sind die verschiedenen technischen und rechtlichen Regelwerke im Zusammenhang mit Druckbehältern zur Selbstbefüllung noch nicht vollständig aufeinander abgestimmt.

Der DVFG weist darauf hin, dass für die Befüllung von Tankflaschen an öffentlichen Tankstellen in Deutschland weitere Anpassungen technischer Regelwerke erforderlich sind und sich entsprechende Regelungen in Vorbereitung befinden.

Als Fachbetrieb können und dürfen wir keine verbindliche Rechtsberatung erteilen und beschränken uns daher auf die Darstellung des derzeit bekannten technischen und rechtlichen Sachstands.

Meine Gastankflasche ist 10 Jahre alt. Was muss ich tun?

Setzen Sie sich mit Ihrem Verkäufer oder Einbaupartner in Verbindung.

Wir bieten z. B. für Alugas- und Gaslowflaschen einen Austausch an.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag über Gastankflaschen.

Muss ich für eine Gastankflasche eine TÜV-Abnahme durchführen lassen?

Nein. Eine zusätzliche Abnahme im Rahmen der Hauptuntersuchung ist für die von uns angebotenen Gastankflaschen nicht vorgesehen.

Die Anforderungen an Gastankflaschen ergeben sich aus dem DVGW-Arbeitsblatt G 607 und werden im Rahmen der Gasprüfung bewertet.

Muss ich nach dem Einbau einer Gastankflasche sofort zur Gasprüfung?

Ja. Der Einbau einer Gastankflasche stellt eine prüfpflichtige Änderung dar.

Vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage muss daher eine neue Gasprüfung durchgeführt werden.

Darf ich meine Gastankflasche selbst einbauen?

Grundsätzlich ist ein Selbsteinbau möglich.

Unabhängig davon muss die Anlage und der Einbau den geltenden Vorschriften entsprechen. Außerdem ist nach dem Einbau vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage eine Gasprüfung erforderlich.

Gibt es vorgeschriebene Aufkleber für Gastankflaschen?

Ja. Im Flaschenkasten ist ein Hinweis mit folgenden Inhalten anzubringen:

  • · „Druckbehälter darf nicht entfernt werden.“
  • · „Betankung nur im fixierten Zustand zulässig.“
  • · „Versiegelung des Einbaus nicht zerstören.”

Vorgaben zur Größe, Gestaltung oder Ausführung der Aufkleber enthält die G 607 nicht.

Bis wann muss ein Gasregler ersetzt werden?

Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.

Ist beispielsweise auf dem Regler das Baujahr 2017 angegeben und gilt eine maximale Verwendungsdauer von 10 Jahren, muss der Regler spätestens bis 31.12.2027 ersetzt werden. Die genauen Fristen können je nach Hersteller und Bauteil variieren. Maßgeblich sind die Herstellerangaben.

Auch die Gasschläuche müssen nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage ist eine Gasprüfung durchzuführen.

Gilt die Gasprüfung trotzdem 24 Monate, wenn mein Gasregler vorher sein Ablaufdatum erreicht?

Die Gültigkeit der Gasprüfung und das Ablaufdatum bzw. die Austauschfristen einzelner Bauteile sind zwei unterschiedliche Themen.

Der bevorstehende Austausch wird im gelben Gasprüfheft dokumentiert. Der Gasregler muss jedoch spätestens zum Ablauf seiner zulässigen Verwendungsdauer ersetzt werden.

Vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage ist eine neue Gasprüfung durchzuführen.

Muss ich nach dem Einbau eines Gasreglers sofort zur Gasprüfung?

Ja.

Der Einbau eines Gasreglers stellt eine prüfpflichtige Änderung dar.

Vor der Wiederinbetriebnahme der Gasanlage muss daher eine neue Gasprüfung durchgeführt werden.

Muss ich nach dem Einbau eines Gasfilters sofort zur Gasprüfung?

Ja.

Um den Gasfilter einzubauen, muss der Gasschlauch vom Gasregler gelöst werden. Dies stellt eine prüfpflichtige Änderung dar.

Muss ich nach der Kontrolle meines Gasfilters sofort zur Gasprüfung?

Nein.

Die reine Kontrolle das Gasfilters inklusive Reinigung und Austausch von Filterpatronen und Filterpads gehört nicht zu den prüfpflichtigen Änderungen.

Werden Austausch- und Prüffristen bei der Gasprüfung berücksichtigt?

Ja.

Im Rahmen der Gasprüfung wird geprüft, ob vorgeschriebene Austausch- und Prüffristen eingehalten werden.

Dazu gehören insbesondere Gasregler, Hochdruckschläuche sowie Gastankflaschen.

Was passiert, wenn Regler, Schläuche oder andere Bauteile ablaufen?

Für verschiedene Bauteile der Gasanlage gelten vorgeschriebene Austausch- oder Prüffristen.

Dazu gehören insbesondere Gasregler, Hochdruckschläuche sowie Gastankflaschen.

Werden diese Fristen überschritten, kann die Gasprüfung nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Die betroffenen Bauteile müssen zunächst ersetzt oder, wenn möglich, geprüft werden.

Es gibt keine farbliche Vorgabe, häufig wird sie auf gelbem Papier ausgestellt.

Muss mein Gasfilter bei der Gasprüfung geprüft werden?

Nein.

Ein Gasfilter ist grundsätzlich kein prüfpflichtiges Bauteil der Gasanlage. Deshalb führt ein fehlender oder gesättigter Filtereinsatz allein nicht automatisch zu einem negativen Prüfergebnis.

Wir empfehlen dennoch, Gasfilter entsprechend den Herstellerangaben zu kontrollieren und die Filtereinsätze regelmäßig zu wechseln, um Gasregler und Gasgeräte vor Verschmutzungen zu schützen.

Was darf im Gaskasten eingebaut sein?

Im Gaskasten dürfen grundsätzlich nur die dafür vorgesehenen gasrelevanten Komponenten verbaut werden.

Zusätzliche Einbauten können Einfluss auf Belüftung, Sicherheit und Zulässigkeit der Anlage haben.

Ob ein konkreter Einbau zulässig ist, hängt vom Einzelfall ab und sollte im Zweifel mit einem Gassachkundigen abgestimmt werden.

Darf im Gaskasten Elektrik verbaut werden?

Grundsätzlich ist Elektrik im Gaskasten nicht erlaubt.

Nur ganz bestimmte Ausrüstungsteile sind hiervon ausgenommen.

Kleinspannungs-Ausrüstungsteile (ELV: extra low voltage) für die Steuerung der Gasversorgung. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Gasfernschalter, Heizelemente für Druckregelgeräte, Zubehör zur Fernanzeige einer automatischen Umschalteinrichtung oder einer Gastankflasche

Andere elektrische Ausrüstungsteile, die nachweislich mindestens der Kategorie II 3 G Ex IIA T2 (siehe Richtlinie 2014/34/EU, Anhang II, B2.3) entsprechen; d. h. Gerätekategorie 3 oder besser (2 oder 1), Temperaturklasse T2 oder besser (T3, T4, T5, T6).

Alle elektrischen Bauteile müssen so ausgeführt und installiert sein, dass sie keine mögliche Zündquelle darstellen.

Die Zulässigkeit sollte deshalb im Zweifel durch einen Gassachkundigen beurteilt werden.

Darf ich Kabel durch den Gaskasten führen?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja.

Kabel müssen an geschützter Stelle durch den Gaskasten geführt werden, ohne Verbindungsstellen durchlaufen und durch einen Kabelkanal gegen mechanische Beschädigungen geschützt sein. Die G 607 fordert hierfür unter anderem eine geschützte Verlegung getrennt nach 12 V und 230 V in jeweils einem durchgängigen Kabelkanal. Bei hoher mechanischer Beanspruchung ist ein Isolierrohr entsprechend Stoßbeanspruchung AG 3 erforderlich

Nicht jede vorhandene Installation erfüllt diese Anforderungen. Deshalb sollte bei Umbauten oder Nachrüstungen geprüft werden, ob die Verlegung den aktuellen Vorgaben entspricht.

Führt autarker.de auch gewerbliche Gasprüfungen durch?

Nein.

Wir führen Gasprüfungen ausschließlich an Freizeitfahrzeugen wie Wohnmobilen und Wohnwagen durch.

Was muss ich tun, wenn ich meine Gasanlage nicht mehr verwenden möchte?

Wenn Sie die Gasanlage Ihres Wohnmobils oder Wohnwagens dauerhaft außer Betrieb nehmen möchten, reicht es nicht aus, einfach die Gasflasche zu entfernen.

Nach der G 607 müssen unter anderem die Versorgungsanlage, Druckregler, Schlauchleitungen und gegebenenfalls weitere Sicherheitseinrichtungen entfernt werden. Die verbleibenden Rohrleitungen sind dauerhaft zu verschließen. Die Außerbetriebnahme ist anschließend in der Prüfbescheinigung zu dokumentieren.

Wir empfehlen daher, die Außerbetriebnahme vorab mit einem Gassachkundigen abzustimmen.

Sind Flüssiggastanks in den Fahrzeugpapieren eingetragen, sollten Sie zusätzlich mit der Zulassungsbehörde klären, ob eine Berichtigung der Fahrzeugdokumente erforderlich ist.